Das ukrainische Startup Sprybuild präsentiert die neue Drucktechnik CPWC. Unternehmensziel ist es, den schnellsten DLP-3D-Drucker der Welt zu entwickeln. Vor allem die Medizin soll von dem neuen Gerät profitieren.

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Das ukrainische 3D-Druck Startup Sprybuild hat ein Patent für eine neue, beständige DLP-3D-Drucktechnologie namens CPWC (Continuous Production with Wavefront Converting) entwickelt und eingereicht. Mit dieser Technologie möchte es den schnellsten DLP-3D-Drucker der Welt bauen.

Wer in der Welt der additiven Fertigung was auf sich hält, verpasst seinen Erfindungen eine Abkürzung. Unternehmen wie Carbon, Rize und Impossible Objects haben alle den Rat befolgt (CLIP, APD und CBAM). Auch der ukrainische Newcomer Sprybuild wetteifert mit den Initialen für sein Werk um Aufmerksamkeit.

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Continuous Production with Wavefront Converting

Die Technologie von Sprybuild gilt als „revolutionärer Ansatz zur Überwindung des technischen Hauptkonflikts für den Bau von Produkten aus einem flüssigen Photopolymer“. Sie trägt die Bezeichnung „Continuous Production with Wavefront Converting“ oder CPWC. Die Technik funktioniert durch Umverteilung von Strahlungsenergie in der mikroskopischen Schicht des Baubereichs und kann Objekte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 mm pro Minute drucken.

Mit CPWC-DLP-Technologie gedruckte Rose.
Mit der CPWC-DLP-Technologie hergestellte 3D-gedruckte Rose (Bild: © Sprybuild)

Die CPWC-Technik kann verwendet werden, um alle photopolymerisierbaren Flüssigkeiten, auch komplexe Mischungen von nützlichen Materialien, zu drucken.

„Photohärtbare Flüssigkeiten können zusätzliche Zutaten enthalten“, sagt der Firmenchef Evgeniy Ivanov. „Zum Beispiel in Form von Nano- und Mikropartikeln, Füllstoffen, Farbstoffen, Mikrofasern, Ferromagneten, Paramagneten, Metallen, Luminophoren – können es sich um verschiedene Arten von organischen Füllstoffen, das heißt Medikamenten und Mikrokapseln handeln.“

Anders als alles andere in der Welt des 3D-Drucks basiert CPWC auf der „Transformation der Wellenfront der aktinischen Strahlung“, die eine Projektion des gedruckten Objekts direkt im Baugebiet bildet. Die Technologie bietet angeblich eine verbesserte Entspannung der Restspannungen in den gebildeten Produkten, sowie ein größeres Bauvolumen als typische Harzdruckverfahren.

Werkstück aus 3D-Drucker von Sprybuild
Gedruckt mit dem CPWC DLP-3D-Drucker (Bild: © Sprybuild)

CPWC passt hervorragend in die Medizin

Mit der CPWC 3D-Drucktechnologie könne man eine Vielzahl an Objekten produzieren, einschließlich elektronischer Gerätegehäuse, Formen, Zahnräder, Befestigungsmaterialien, Rohre, dekorative Stücke und vieles mehr. Die medizinische Welt wäre ein wunderbares zuhause für diese Technik. Sie könnte verwendet werden, um Ausrüstung wie Stents, ein Spektrum an Mikronadeln, optische Fasern und andere Geräte zu machen.

Langfristig glaubt Sprybuild, dass das Bioprinting von organischen Grundsubstanzen möglich sei, da die einzelnen Pixel des Drucksystems viel kleiner sein können als die von regulären DLP- und LCD-Projektoren.

Ein Prototyp des ersten Sprybuild 3D-Druckers wird derzeit der Öffentlichkeit bei der Disrupt SF-Konferenz von TechCrunch 2017 präsentiert. Diese läuft vom 18. bis 20. September. Die Siegerfirma des Startup Battlefield Events, an dem Sprybuild teilnimmt, erhält einen Preis von 50.000 Dollar.

Mit DLP-Technologie gedrucktes Werkstück.
Auch dieses Werkstück wurde mit der von Sprybuild entwickelten 3D-Druck-Technologie hergestellt. (Bild: © Sprybuild)

Die neuesten DLP-3D-Drucker von Ackuray, A96 und A135, haben wir euch im Frühling vorgestellt. Sehen wir mal, ob Drucker mit der CPWC Technik herkömmliche DLP-3D-Drucker an Geschwindigkeit wirklich übertreffen.

Bei TechCrunch Disrupt Events geht es um Startups mit revolutionären Ideen. Wer sich solch einen Startup Event einmal ansehen möchte, sollte zur TechCrunch nach Berlin fahren. Sie findet am 4. und 5. Dezember statt.

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