Mit 5 Jahren verabreden sich Kinder im Kindergarten zum Spielen auf dem Spielplatz, freuen sich wochenlange auf ihren Kindergeburtstag oder erleben erstmals die Vor- und Nachteile kleiner Geschwister, beim Spielen und Teilen. Der 5-jährige Cameron Haight aber hat mit einer Deformierung seiner Finger zu kämpfen und zog sich vom Leben zurück. Geholfen werden konnte ihm mit einer Handprothese aus dem 3D-Drucker. Er war davon so begeistert, dass er nun auch für andere Kinder Handprothesen herstellt. Über 40 davon konnte er schon helfen.

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Der 5-jährige Junge Cameron Haight aus North Carolina litt an einer Krankheit, die als Amniontisches-Band-Syndrom bezeichnet wird und man bei uns auch als Schürring-Syndrom kennt. Hierbei sind einige Finger seiner rechten Hand mit miteinander verschmolzen. Mit einem 3D-Drucker fertigte er eine prothetische Hand und gewann damit etwas Geschicklichkeit zurück.

Kurze Zeit danach war er dazu in der Lage vergleichbare per 3D-Druck gefertigte Prothesen für andere Kinder herzustellen. Jetzt im Alter von fünf Jahren entwickelte er insgesamt 44 Prothesen für Kinder in den USA, Kanada und Japan, wie „Daily Mail“ berichtet. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit von seiner Mutter Sarah und der gemeinnützigen Organisation e-Nable, die anfangs die Prothesenhand lieferte, auf die Cameron so stolz ist. Im Dezember 2017 berichteten wir über Ben Ryan, dessen Sohn Sol nach der Geburt seinen Arm verlor und für ihn kurzerhand eine Armprothese per 3D-Drucker herstellte. Er gründete eine Firma, die mittlerweile erfolgreich wurde.

Handprothese aus dem 3D-Drucker
Dem Jungen Cameron Haight half eine Handprothese aus dem 3D-Drucker, seinen Alltag besser bewältigen zu können. Jetzt hilft er anderen Kindern mit seinen selbstgebauten Prothesen (Bild © Screenshot: 3D-grenzenlos Magazin; Videquelle: Youtube/Caters Clips).

Wie Cameron zum 3D-Druck kam

Eines Tages brachen einige Teile der orange-blauen Prothesenhand von e-Nable ab, was ihn und Sarah dazu veranlassten mit dem 3D-Drucker zu experimentieren. Zu Beginn fertigten sie Ersatzteile und druckten schließlich vollständige Hände. Die gedruckten Händen werden zusammengebaut und versandt, um anderen Menschen zu helfen, die die gleiche Krankheit haben wie Cameron.

Bevor er eine Prothese hatte, schämte sich Cameron für seine deformierte rechte Hand und versteckte sie, wann immer er mit seinen Eltern ausging oder neue Leute kennenlernte. Mit Erhalt der 3D-Hand gewann er an Selbstbewusstsein und sorgte für eine positive Wendung in seinem Leben. Jetzt macht es ihm nach Angaben seiner Mutter zufolge Spaß die Unterschiede zu zeigen.

Das Mutter-Sohn-Team hat aktuell sechs weitere Kinder und Erwachsene auf der Warteliste, die ebenfalls Prothesen erhalten sollen. Sie schicken Messungen und Entwürfe mit ihnen hin und her mit dem Ziel ihre lebensverändernde Arbeit aufrechtzuerhalten. Vor kurzem gründeten sie eine eigene Nonprofit-Organisation, um Geld einzusammeln damit ihr Projekt sich vergrößert. Der norddeutsche Jungunternehmer Philipp Barluschke hat mit seinem Unternehmen BarluParts 3D menschliche Unterarmprothesen entwickelt, deren Einzelteile er mit dem 3D-Drucker fertigte.

Als prothetischer Anwender verfügt Cameron über bemerkenswerte Designfähigkeiten, weil intuitiv weiß welche Art von Funktionalität erforderlich ist und welche die komfortabelste Passform ist. Sarah könne nach eigenen Angaben stundenlang sitzen und versuchen, eine Idee zu entwerfen, was ihr nicht immer gelingt. Wenn Sie Cameron fragt, sei einfach dazu in der Lage sofort Ideen zu entwickeln. Da er seine Hand täglich nutzt, weiß er welche Dinge hilfreich sind.

Im Anschluss gehe er zum 3D-Drucker, trage alle notwendigen Daten ein und druckt sie aus. Er arbeitet laufend an der Verbesserung seiner eigenen Handprothese und seine neueste Kreation ist als Invention Tool 5000 bekannt. Es erlaubt ihm, einen Bleistift zu halten, viel leichter zu schreiben und eine ganze Reihe weiterer Aufgaben zu erledigen.

Bereits weitere Pläne

Seine neueste Entwicklung ist eine Vorrichtung mit der er ein Handy halten, eine Wasserflasche am Restarm befestigen, Scheren, Spatel und vieles mehr halten kann, wie zum Beispiel eine Nerf-Pistole. Seit seiner Geburt im Jahr 2012 wurde er mehrmals operiert, um seine verschmolzenen Finger zu trennen, doch führte zu einem begrenzten Erfolg. Dank des 3D-Drucks stellte sich diese unglückliche Lage als eine Gelegenheit heraus, bei der er eine sinnvolle Fertigkeit erlernte, eine eigene einzigartige Fertigkeit schuf anderen Menschen, die unter vergleichbaren Bedingungen leiden, zu helfen.

Dieser Artikel stammt aus unserer Reihe #3DprintWithLove.

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