Das Schweizer Chemieunternehmen Sika und das deutsche Bauunternehmen PERI Group investieren in das Roboterarm-Start-up Mesh AG. Diese haben eine robotergestützte Technologie entwickelt, mit der sie Stahlbetonstrukturen ohne herkömmliche Schalungen anfertigen können. Wir stellen diese vor.

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Das Schweizer Chemieunternehmen Sika investiert laut einer Pressemitteilung gemeinsam mit der PERI Group in ein Schweizer Roboterarm-Start-up namens Mesh AG. Die Mesh AG soll die weltweit erste robotergestützte Technologie erfunden haben, die Stahlbetonstrukturen ohne herkömmliche Schalungen herstellt. 10 Jahre zuvor begann ein Forschungsprojekt an der ETH Zürich, aus dem die Mesh AG hervorging. Die MESH-Technologie wurde nicht speziell für den 3D-Druck im Bauwesen entwickelt, soll aber das Potenzial haben, in diesem Bereich eingesetzt zu werden.

MESH-Technologie im Einsatz

Betonstruktur aus dem 3D-Drucker
Mit der MESH-Technologie lassen sich außerdem ausgefallenere Objekte realisieren (im Bild: Beispielobjekt)(Bild © Mesh AG).

Die MESH-Technologie wurde zum ersten Mal beim DFAB House genutzt. Der Bau des dreistöckigen Gebäudes in New York City von Forschern der ETH Zürich begann in 2017 und wurde 2019 fertiggestellt. Mit der MESH-Technologie entstehen Körbe als Bewehrung für Betonwände. Die Körbe können auch selbst als Schalung eingesetzt werden. Architekten können mit den Formen, die der Roboterarm erstellt, noch ausgefallenere Ideen umsetzen als bisher.

Die MESH Technologie stellt komplexe oder gekrümmte Bewehrungskörbe statt in aufwendiger Handarbeit durch ein automatisiertes Vorfertigungsverfahren her. Es entstehen 3D-Gitterstrukturen, die anschließend als Schalung und Bewehrung dienen und durch eine spezifische Betonmischung ohne konventionelle Schalung verfüllt werden. Die Technologie kann für den Hoch- und Tiefbau eingesetzt werden sowie herkömmliche Betonstrukturen strukturell optimieren und materialeffizient realisieren.

Stimmen der Verantwortlichen

Thomas Imbacher, geschäftsführender Direktor von PERI, verantwortlich für Innovation & Marketing, sagte:

„Wir freuen uns über die gelungene Zusammenarbeit mit namhaften Partnern wie Sika und der ETH Zürich. Die MESH Technologie ist noch eine junge Technologie, die wir in den letzten Jahren gemeinsam vorangetrieben haben. Wir glauben an das Potenzial in vielen Bereichen des Betonbaus und freuen uns, diese Baumethode nun langfristig zusammen zu entwickeln. Wir sind sehr gespannt, gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern die verschiedenen Einsatzgebiete herauszuarbeiten.“

Roboterarm formt Mesh-Korb
Mit der MESH-Technologie entstehen Körbe als Bewehrung für Betonwände (Bild © Mesh AG).

Philippe Jost, Head of Construction bei Sika, kommentierte:

„Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung gewinnt in der Baubranche an Bedeutung. Innovative Technologien ermöglichen Produktivitätssteigerungen am Bau und eröffnen Architekten neue Gestaltungsmöglichkeiten. Durch unsere Zusammenarbeit mit der Mesh AG und PERI wird ein neuartiges Bauverfahren am Markt etabliert, das die Herstellung komplexer Geometrien ermöglicht und kostengünstiger ist als herkömmliche Methoden.“

Videovorstellung Arbeit mit der MESH-Technologie

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