3D-Druck mit Biokunstoff:

Kooperation von Braskem und Made in Space erweitert die Möglichkeiten für 3D-Druck auf der ISS

Astronauten auf der ISS können zukünftig für ihren 3D-Drucker auch Biokunststoff auf Basis von Zuckerrohr einsetzen. Möglich wurde dies aufgrund eine Unternehmenskooperation zwischen dem auf Biokunststoff spezialisiertem Unternehmen Braskem und dem Hersteller für Weltraum-3D-Drucker, Made in Space.

LogoDas Unternehmen Braskem hat eine Kooperation mit dem 3D-Drucker-Hersteller Made in Space geschlossen. Das berichtet „Plastics in Packaging“. Braskem hat sich auf Biokunststoff basierend auf Zuckerrohr spezialisiert, der ab sofort zur Herstellung von Bauteilen und Werkzeugen auf der internationalen Raumstation ISS verwendet werden soll. Die Weltraummissionen erhalten mit Einsatz des eingesetzten Biokunststoffs „I’m green“ mehr Eigenständigkeit.

Als erstes Ersatzteil wurde ein Rohrverbinder für die Pflanzenbewässerung aus dem Biokunststoff mit dem zur ISS geschickten 3D-Drucker auf der Station gedruckt. Der 3DDrucker entstand in einer Zusammenarbeit zwischen dem US-Unternehmen Made in Space und dem CASIS (Center for the Advancement of Science in Space).

Zwölf Monate lang hatten Mitarbeiter von Braskem und Made in Space an der Entwicklung des Biokunststoffs „I’m green“ gearbeitet. Astronauten erhalten durch die Partnerschaft mit dem Biotech-Unternehmen das Design von Ersatzteilen per E-Mail und können die Teile anschließend mit dem „AMF“ genannten 3D-Drucker drucken. Der Drucktisch des AMF wurde aus Polyethylen mit ultrahoher molarer Masse hergestellt, der sich durch sehr gute gute mechanische Eigenschaften auszeichnet, wozu etwa Stoßfestigkeit und eine verstärkte Abriebresistenz gehören.

ISS - Werkzeug aus dem 3D-Drucker
Der ISS-Astronaut Barry Wilmore zeigt das erste, auf der ISS mit dem 3D-Drucker gefertigte, Werkzeug (Bild © AFP/Handout).

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