Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) setzt derzeit seinen 3D-Drucker und Lasercutter zur Herstellung von Gesichtsschutzschilden und weitere Hilfsmitteln, wie persönliche Schutzausrüstung für medizinische Helfer, im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie her.

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Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik LogoEs herrscht zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Coronavirus-Pandemie auch hierzulande noch immer noch ein sehr hoher Bedarf an Schutzausrüstung für medizinisches Personal. Die Bundesregierung hat sich vor Ostern über Themen wie die medizinische Schutzausrüstung, Wirkstoffe und Testausstattungen beraten. Die Produktion soll vorangetrieben werden, hier und in ganz Europa. Das erklärt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einer in einer Pressemitteilung.

Beschaffung koordinieren und organisieren

Carbon 3D-gedruckter Gesichtsschutz
Das amerikanische 3D-Druckunternehmen Carbon stellt derzeit über 18.000 PSA-Gesichtsschutzschilde pro Woche her (Bild © Carbon).

Ein eigens eingerichteter Beschaffungsstab des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) soll die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung koordinieren und organisieren. Ein weiterer Arbeitsstab „Produktionskapazitäten und Produktionsprozesse“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Aufgabe, nationale und internationale Wertschöpfungsketten für medizinische Schutzausrüstungen, Testausstattungen und Wirkstoffe europaweit zu unterstützen.

 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steigt in die Produktion von Schutzmasken ein. Konkret werden Einzelteile der „Prusa Face Shield RC3“-Gesichtsmasken mit dem 3D-Drucker und dem Lasercutter des BSI hergestellt. Es sollen kurzfristig 400 Gesichtsschilde möglich sein und pro Woche rund 20 3D-gedruckte Kopfbänder dazukommen. Im Rahmen der Initiative „Maker Versus Virus“ werden die Einzelteile zu fertigen Gesichtsmasken zusammengesetzt und bundesweit an medizinische Einrichtungen (Krankenhäuser, Arztpraxen usw.) verteilt.

Auch kleine Beiträge helfen

BSI-Präsident Arne Schönbohm ist froh über diese Lösung. Es sei zwar keine Massenproduktion damit möglich, doch einen kleinen Teil dazu beizutragen kann schon helfen. Gemeinsam könne sehr viel erreicht werden. Designdateien für den 3D-Drucker und den Lasercutter erhielt das BSI durch das „Maker Versus Virus“ Netzwerk.

Viele Private und Firmen helfen derzeit intensiv dabei mit, für persönliche Schutzausrüstung zu sorgen. So druckt die Polizei in Ludwigsburg selbstständig Gesichtsschutzschilde, um sich im Außendienst vor einer Ansteckung schützen zu können. Ein polnischer Maker stellte in seiner Heimat einen Adapter für DAR-Filter mit dem 3D-Drucker her, damit zusammen mit 3M-Masken Ersthelfer besser vor dem Virus geschützt sind. Firmen wie Airbus, Mercedes Benz, Siemens, Materialise, StratasysUltimaker und auch HP Inc., um nur einige zu nennen, stellen ihre 3D-Druck-Kapazitäten zur Verfügung, damit Krankenhäuser ebenfalls auf die schnellen Herstellungsmöglichkeiten der 3D-Drucktechnologie in Zeiten der Coronavirus-Pandemie zurückgreifen können. Das Engagement aller ist beeindruckend und hilft hoffentlich, den Virus bald in seine Schranken zu weisen.

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