Der Abgeordnete Steve Israel aus der amerikanischen Demokratischen Partei hat ein Gesetzesvorschlag zum Verbot der Herstellung und Verbreitung von Waffen aus dem 3D-Drucker eingereicht. Viele Waffenrechtler dürften davon gar nicht erfreut sein.

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Steve Israel
Der US-Abgeordnete spricht sich gegen die einfache Herstellung von Waffen mit dem 3D-Drucker vor dem Kongress aus. (Bild © House of Represents)

Während 3D-Drucker in fast allen Bereichen unseres täglichen Lebens zu einer Bereicherung haben führen können, sind die Meinungen bezüglich der Herstellung von automatisierten Waffen mit diesen Geräten in den USA eher gespalten. Jetzt hat der Kongressabgerodnete Steve Israel, Repräsentant des New Yorker Bundesstaates, sich für ein Gesetz ausgesprochen, das die Produktion von Waffen mithilfe des 3D-Druckers in den USA verbieten soll.

Es geht ihm vor allem darum Waffen zu verbannen, die nicht nur schnell und mit einfachem Material hergestellt werden können, sondern auch die, die durch den Metalldetektor an Flughäfen und anderen Einrichtungen ohne Probleme eingeschleust werden können zu verbieten. Der Politiker betonte andererseits auch, dass er nicht gänzlich gegen 3D-Drucker sei, es sind eher die gefährlichen Utensilien, die andere schnell in Gefahr bringen könnten, die er nicht akzeptiert.

Vor allem Cody Wilson dürfte diese Nachricht entzürnt haben. Der Amerikaner ist Gründer der sogenannten „Defense Distributed„, eine Initiative, die sich für den Eigenbau von Waffen ausspricht und Ideen dafür im Internet frei zugänglich macht. Zu dem Repertoire gehört der Liberator, ein Ghost Gunner aus dem 3D-Drucker.

Cody Wilson
Waffenfanatikern wie Wilson soll es mit dem neuen Gesetz an den Kragen gehen. (Bild © 3dprint.com)

Wilson macht jetzt schon keinen Hehl daraus, was er von Israels Gesetz hält und gibt öffentlich an, dass er alles tun wird damit diese Vorlage sich nicht durchsetzt. Einen Weg seine Ideen zu verbreiten würde es immer geben. Auch wenn schon einige 3D-Druckerhersteller sich dafür ausgesprochen haben, dass sie dem Waffenfanatiker keine Geräte mehr verkaufen wollen, hat dieser schon einen Plan wie er dennoch an diese herankommt.

Bereits letztes Jahr wurde der Gesetzesakt bezüglich „Nicht entdeckbaren Waffen“ erneuert, doch fielen die einfachen aus dem 3D-Drucker stammenden Plastikwaffen nicht unter die Beobachtung dieses Gesetzes.

Genau das möchte Israel jetzt ändern, da die Sicherheit aller Bürger dadurch gefährdet werden könnte, dass sich jeder problemlos seine eigene Waffe herstellen und benutzen kann. Auch wenn es natürlich immer einen Weg geben wird, wie Menschen zu solchen Dingen Zugang finden, so muss dieser nicht noch vereinfacht werden.

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