Waffenschmuggel:

US-Grenzkontrolle nimmt Mann fest, der ein Gewehr aus dem 3D-Drucker schmuggelte

Bei einer Grenzkontrolle an der US-Grenze zu Mexiko wurde ein Mann festgenommen, der unter anderem ein halbautomatisches Gewehr aus dem 3D-Drucker mit sich führte. Neben dem Gewehr führte der Festgenommene noch weitere Schusswaffen mit sich. 

Die US-Grenzkontrolle nahm Anfang Februar 2016 den US-Bürger Julian H. fest, der einen Truck voll beladen mit Waffen nach Mexiko schmuggeln wollte. Bei einer dieser Waffen handelte es sich um ein halbautomatisches Gewehr, welches mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde, berichtet Tucson Sentinel. Er tauschte die untere Lademechanik der Waffe gegen einen 3D-gedrucktes Kunststoffteil aus und sorgte mit der Änderung dafür, dass mit ihr vollautomatisch gefeuert werden kann.

Eine solche Anpassung ist nach den US-Waffengesetzen strengstens verboten. Eine solche Modifizierung kann von Kriminellen mit einem herkömmlichen 3D-Drucker oder einer für die Waffenfertigung entworfenen Maschinen wie die Ghost Gunner CNC-Fräse jederzeit am Waffengesetz vorbei hergestellt werden.

Waffen und Teile aus dem 3D-Drucker
Beschlagnahmte Schusswaffen mit Kunststoffteilen aus dem 3D-Drucker (Bild © CBP von tucsonsentinel.com).

Der Waffenschmuggler hatte die Lademechanik aus Kunststoff gedruckt und war deshalb für die Grenzkontrolleure nicht leicht auffindbar. Diese Problematik, Schusswaffen aus Kunststoff im Rahmen der Flugsicherheit zu erkennen, wurde bereits in der Schweiz politisch diskutiert. In den USA sind Waffen aus dem 3D-Drucker heftig umstritten und führte zu einer Verschärfung der Waffengesetze. Vor allem die 3D-Waffen des Erfinders Cody Wilson (z.B. der Liberator) gelten als umstritten, weil er die 3D-Pläne seiner Pistolen als Open Source Dateien veröffentlichte. Aktuell leistet Cody Wilson sich eine Rechtsstreit gegen die US-Regierung.

Auch Israel kämpft gegen das Problem von Waffen aus dem 3D-Drucker. Wie „The Jerusalem Post“ berichtet, äußerte zuletzt der israelische Brigade-General Nitzan Nuriel, dass kleine Terroristengruppen sich zunehmend für den 3D-Druck von Waffen interessieren. Zum Thema halten wir wie gewohnt in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter auf dem Laufenden.


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