Internationale Funkausstellung 2014 in Berlin:

3D-Drucker — Das war die IFA 2014

Logo IFA 2014Veranstaltungen und Events zum 3D-Druck erfreuen sich weltweit immer größerer Beliebtheit. Während immer mehr Messen und Shows entstehen, die sich einzig dem Thema 3D-Druck widmen, „rüsten“ auch die etablierten Technikmessen auf. So auch die IFA 2014. Auf der Technologiemesse IFA 2014 in Berlin haben vergangenen Woche einige der Hersteller ihre neuen 3D-Drucker vorgestellt. Zu den Firmen gehörten u.a. 3D Systems, Pearl und Matrix

3D Systems

Am Stand seines Vertriebspartners UFP (Halle 17, Stand 110, IFA 2014) zeigte 3D Systems die neuen 3D-Drucker Cube 3 und CubePro Trio. Die Modelle sind ab sofort für 1000 bzw. 2800 Euro verfügbar. Der Cube 3 richtet sich mit seinem offenen Gehäuse und maximal zwei proprietären Kunststoffkassetten an Privatanwender. Der CubePro Trio hat ein geschlossenes Gehäuse, kann bis zu drei Materialien verarbeiten und hat Profis als Zielgruppe. Neben den beiden 3D-Druckern sind am Stand die 3D-Scanner Sense und iSense für 400 Euro bzw . 500 Euro zu sehen.

Matrix

Der relativ unbekannte französische Hersteller Hilltecks Distribution (Halle 11.1, Stand 12, IFA 2014) präsentierte unter dem Handelsnamen Matrix monochrome 3D-Drucker, Druckmaterial und einen 3D-Scanner. Der PLA-Drucker Neo 1 bietet für rund 900 Euro ein offenes Gehäuse und Touchscreen. Die Hilltecks-Drucker FDM-i1S und -I2S verfügen über ein geschlossenes Gehäuse. Sie haben ein unterschiedlich großes Druckbett und können als Filamente sowohl ABS als auch PLA verarbeiten.

Der Kaufpreis soll bei rund 1100 Euro und 1200 Euro liegen. Der FDM35-1515 ist ein 3D-Industriedrucker, der Gegenstände von bis zu 35 Zentimeter Größe drucken kann. Der Drucker soll ideal zum Ausdruck von 3D-Ganzkörperscans geeignet sein. Der Ganzkörperscan mit dem Scanner SCAN-1x erfolgen, der 9500 Euro kostet und über einen Drehteller verfügt. Im Rahmen des Scans muss man drei bis vier Minuten ruhig auf dem Drehteller stehen, wird von einer 3D-Kamera eingescannt und der Ganzkörperscan anschließend für den Ausdruck mit der Scansoftware Skanect bearbeitet.

Pearl

Der Versandhändler Pearl zeigt auf seinem Stand (Halle 7.2c, Stand 101-19, IFA 2014) den Nachfolger seines 3D-Druckers EX1-Basic. Der EX2-Basic ähnelt sehr dem MakerBot Replicator 2x und verwendet das OpenSource-Programm ReplicatorG. Er kann mit zwei verschiedenen Materialien bzw. Farben drucken. Als Druckmaterial kann er ABS, PLA und HIPS verwenden. Bei HIPS handelt es sich um High-Impact Polysterene mit denen Stützen für Überhänge in 3D-Modellen gedruckt werden können.

Die Stützen können nach der Aushärtung des 3D-Objekts mit dem Lösungsmittel D-Limonen ausgewaschen werden. Der Pearl EX2-Basic soll ab November für rund 900 Euro erhältlich sein. Gegen Zahlung eines Aufpreises erhält der Käufer eine 3D-Designsoftware und ein 3D-Scanprogramm dazu. Im letzten Jahr hatte Pearl auf der IFA einen 3D-Drucker des Designers Luigi Colani angekündigt aber der 3D-Drucker war nicht zu sehen. Ebenso der 3D-Stift FreeSculpt von Pearl.

XYZPrinting

Wie von uns angekündigt, war auch das Unternehmen XYZ Printing aus Taiwan auf der IFA 2014 mit einem Stand (Halle 25, Stand 150, IFA 2014) vertreten und stellte den schon verfügbaren 3D-Drucker Da Vinci 1.0 für 600 Euro vor, sowie weitere neue Modelle. Der Da Vinci 2.0 Duo für 750 Euro bietet zwei Extruder, bei den Modellen Da Vinci 1.1 und 2.1 für 800 bzw. 900 Euro wird ein Touchscreen geboten und können per WLAN drucken. Der Da Vinci 1.0 AiO ist eine Erweiterung des Einstiegsmodells und bietet für 800 Euro einen integrierten 3D-Scanner.

Verbatim

Der Zubehörhersteller Verbatim zeigt an seinem Stand (Halle 17, Stand 100, IFA 2014) seine 3D-Filamente aus PLA und ABS. Der Preis für eine 1-Kilo-Spule liegt bei 40 Euro. Das Unternehmen kündigte mit Primalloy außerdem ein elastisches Druckmaterial an.

Weitere Hersteller

Die 3D-Drucker von Ultimaker und Beeverycreative sowie der 3D-Stift Doodler sind am Stand des Händlers iGo 3D (Halle 11.1, Stand 3, IFA 2014) zu sehen.

Fazit

Auf der IFA 2014 der war der 3D-Druck leider nur ein Randthema während auf der CES 2014 sich die Hersteller bereits sehr präsent zeigten. Auf der Consumer Electronics Show im Januar in Las Vegas wurden 3D-Drucker bereits als massentaugliche Produkte vorgestellt, was sie in den USA durchaus sind. Deutschland hinkt hier der Entwicklung einige Jahre hinterher, was sich mit der Präsenz der Hersteller und führenden 3D-Drucker-Hersteller auf der IFA 2014 in Berlin letzte Woche wieder einmal zeigt. Dennoch entwickelt sich in Deutschland das Thema zunehmen – sowohl für Industrie als auch für Privatpersonen. Nur eben im Technologiebereich – typisch Deutsch – etwas langsamer.

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