Prothese aus dem 3D-Drucker:

Junge aus Uganda führt jetzt ein neues Leben

Die kanadische Universität Toronto und ein Orthopäde konnten einem kleinen Jungen aus Uganda mithilfe von 3D-Druck eine Prothese bauen, die sein junges Leben mehr als bereichert hat.

Das, was sich am meisten für viele Menschen ausgezahlt hat, wenn sie an 3D-Drucker denken, ist dessen Auswirkung in der Medizin. Entwicklung und Einsatz in diesem wichtigen Sektor haben schon viele beispielsweise mit neuen Prothesen ausgestattet, die sie wieder Mensch sein lassen können. So auch dem neunjährigen Jesse Ayebazibwe aus Uganda.

Mithilfe von 3D-Drucktechnologie und dem starken Einsatz von Ärzten kann ein kleiner Junge aus dem ostafrikanischen Staat endlich wieder wie jedes andere Kind leben. Nach dem sein rechtes Bein aufgrund eines Lkw-Unfalls amputiert werden musste, hat Jesse nur wenig vom Leben genießen können. Jetzt konnten ein Infrarotscanner, ein Laptop und ein 3D-Drucker dem Jungen eine Prothese schenken, mit der er wieder laufen kann.

3D-Drucker-Einsatz
Ein Laptop, ein Infrarotscanner und ein 3D-Drucker haben die Menschen in Uganda neues Lebensgefühl vermitteln können (Foto: © new.yahoo.com)

Moses Kaweesa ist ein orthopädischer Technologe am Comprehensive Rehabilitation Service in Uganda, einer Station für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Gemeinsam mit der Universität Toronto und der Christian Blind-Mission hat der 34-jährige Jesse helfen können. Immer wieder staunen die Ärzte wie schnell diese neue Technologie funktioniert und wie schnell man zu neuen Erkenntnissen kommen kann. Jesse war an einem Tag da und schon am nächsten konnte die neue Prothese eingesetzt werden.

In der Vergangenheit konnte es bis zu einer Woche dauern, bis die wichtigsten Komponenten, die ein Körperteil mit der Prothesenöffnung verbindet, produziert wurden. Und auch dann haben sie nicht immer genau gepasst und waren für den Patienten alles andere als angenehm zu tragen. Heute kann eine Prothese aus weicherem Material, schneller und kostengünstiger hergestellt werden.

Beinprothese
Mit 3D-Drucktechnik könnten so vielen Kindern, wie Jesse, geholfen werden (Foto: © new.yahoo.com)

In Uganda gibt es jedoch sehr viel Not und deshalb nur 12 ausgebildete Orthopäden für mehr als 25.000 Kinder, die Extremitäten in unterschiedlichen Situation, meist während Bürgerkriegen und Rebellenangriffen, verloren haben. Und günstig ist die Aktion, die Jesse ein neues Leben geschenkt hat, durchaus nicht. Knapp 10.000 Euro haben Laptop und 3D-Drucker gekostet, lediglich das Material, das es schon für unter drei Euro gibt, kann man sich dort problemlos leisten.

Doch es ist ein Projekt, dem viele noch folgen müssen. Unzählige Menschen auf der ganzen Welt sehen, wie viel 3D-Drucktechnologie ausmachen und verändern kann. Jetzt liegt es an den Regierungen diese auch zu unterstützen.

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