Das 3D-Druck-Start-up Q5D erhielt in einer Seed-Finanzierungsrunde 2,7 Mio. USD für sein Vorhaben, die automatische Herstellung von Kabelbäumen zu beschleunigen. In vielen Anwendungen geschieht dieser Vorgang noch von Hand, was ein großes Hindernis für die automatisierte Produktion vieler Erzeugnisse darstellt. Das Unternehmen, das dazu unter anderem das Roboterwerkzeug CU500 entwickelt hat, möchte das ändern.

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Das britische Unternehmen Q5D Technologies Limited hat laut einer Pressemitteilung eine Seed-Runde in Höhe von 2,7 Mio. US-Dollar (2,36 Mio. EUR) abgeschlossen. Das Robotikunternehmen automatisiert mit seinem neuartigen Prozess, bei dem robotergestütztes Additive Manufacturing zum Einsatz kommt, die Kabelbaumproduktion. Bisher wurde die Verkabelung in den meisten Produkten von Hand hergestellt und installiert. Mit den neuen Finanzmitteln wird das Unternehmen die automatisierte Herstellung von Kabelbäumen für eine breite Palette von Produkten voranbringen.

Details zur Seed-Runde

Die Mittel stammen von drei Venture-Investment-Gesellschaften. Der Hauptinvestor Chrysalix Venture Capital hat eine sehr gute Erfolgsbilanz bei Hard-Tech-Investitionen, heißt es in der Mitteilung. Ein weiteres Unternehmen ist SOSV, ein Silicon-Valley-Investor, der Pre-Seed-Fonds in Q5D investierte und das Unternehmen durch sein Hardtech-Startup-Programm HAX betreute. Außerdem beteiligte sich der UK Innovation & Science Seed Fund LP, der sich auf Seed-Investitionen in die innovativsten britischen Unternehmen spezialisiert hat.

Kabelbahnen
Anwendungen werden komplexer und so auch die Verkabelung darin. Q5D möchte mit seiner Entwicklung die Automatisierung der Herstellung von Kabelbäumen voranbringen (Bild © Q5D).

Q5D hat das Ziel, die Verdrahtungsindustrie zu verändern. Es plant, die Prozessqualität zu optimieren, menschliche Fehler zu beseitigen, die Produktionsgeschwindigkeit zu erhöhen und Lieferketten zu vereinfachen. Produkte sollen weniger wiegen, zuverlässiger und sicherer werden. Die Lösungen von Q5D eignen sich für die Automobil-, Luft– und Raumfahrtindustrie sowie Haushaltsgeräte und Elektronik.

Derzeit erfolgt die Verdrahtung laut Q5D von Hand. Es wird von Hand auf eine Pinnwand gelegt und von Hand durch Löcher in der Produktstruktur gezogen. Für Q5D ist das „eines der letzten Teile des Massenfertigungsprozesses, der der Automatisierung standhält“.

Stephen Bennington, Mitbegründer von Q5D Technologies, sagte:

„Dies ist eine Zeit großer Veränderungen – die schnelle Elektrifizierung unserer Transportsysteme und die zunehmende Funktionalität von Waschmaschinen bis hin zu Mobiltelefonen bedeutet, dass die Verkabelung immer komplexer und arbeitsintensiver wird. Wir freuen uns sehr, die Gelegenheit zu haben, mit all unseren neuen Investoren zusammenzuarbeiten. Sie bringen eine Fülle von Handels- und Governance-Erfahrungen mit, die uns fokussieren und das Unternehmen auf die richtige Weise wachsen lassen werden.“

Automatisiertes Werkzeug CU500

Roboterwerkzeug CU500
Das Roboterwerkzeug CU500 (im Bild) kann mit PEEK, ULTEM, ABS, PETG, Nylon, Glas und kohlenstoffgefüllten Materialien drucken (Bild © Q5D).

Das automatisierte Werkzeug CU500 von Q5D kombiniert fünfachsigen 3D-Druck, eingebettete Verdrahtung und gedruckte Elektronik. Das System, das auf Fused Filament Fabrication basiert, kann Köpfe wechseln, um Polymer, gedruckte Elektronik, Drähte und oberflächenmontierte Komponenten hinzuzufügen. Das soll komplexe, funktionale Strukturen schaffen, sogenannte Additive Interconnect Devices (AID).

Die CU500 von Q5D verarbeitet PEEK, ULTEM, ABS, PETG, Nylon, Glas und kohlenstoffgefüllte Materialien und Polymerstrukturen mit glatten, gekrümmten Oberflächen bis zu 10-mal schneller als bestehende FFF-3D-Drucker. Das Einbetten von Drähten in das Polymer ermöglicht 3D-Strukturen, die für Stromanwendungen und Daten geeignet sind.

Die Maschine soll laut Q5D die komplexe Verkabelung in einem Produkt ermöglichen, ohne Kosten oder Gewicht zu erhöhen.

So funktioniert Q5D

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