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Industrielle Revolution: Stratasys arbeitet mit Siemens bei der Entwicklung der Use Case-Technologie zusammen

„Wir gehen einen entscheidenden Schritt nach vorn“, so begann Andy Middleton, Präsident von Stratasys EMEA, seine Ausführungen auf der formnext 2016 Pressekonferenz. Mit dem Robotic Composite 3D-Demonstrator möchten Stratasys und Siemens Verbundteile mit einem bislang nicht erreichten Kraft-zu-Gewicht-Verhältnis fertigen.

Logo StratasysGroße Aussagen sind für Stratasys – dem Weltmarktführer im 3D-Druck – natürlich nichts Neues. Bereits bei der Enthüllung des J750 Multimaterial-3D-Druckers erwähnte man, dass wir am Anfang von etwas seien, dass „die Welt erschüttern“ wird.

Der vor kurzem bestellte Stratasys-CEO, Ilan Levin, ging dann an das Mikrofon und stellte sowohl seine eigene als auch die Firmengeschichte der 3D-Drucker und des 3D-Drucks im Allgemeinen vor. Bereits seit dem Jahr 2000 ist er Direktor des Unternehmens, im Juli 2016 wurde er zum CEO ernannt. Ein wachsender Trend in diesem Jahr war, die Technologie zu vertiefen.

Dabei arbeiten viele Unternehmen daran, sich von den übertriebenen Ansprüchen der Vergangenheit zu distanzieren. Levin konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf zwei Markttrends – die Natürliche Technologie und die Herstellung von Zusatzstoffen.

Ein Beispiel sei hier die Entwicklung der Entry-Level-Systeme, wie sie beispielsweise in 3D-Druckern von MakerBot – dem Tochterunternehmen von Stratasys – eingesetzt werden. „Viele private Nutzer sind bereits knietief in die Technologie eingedrungen. Sie schauen, was die Technologie leisten kann.“ Stratasys, welches seit 20 Jahren am Markt präsent ist, finde es nun an der Zeit, sich bei den Nutzern zu erkundigen, welche Materialien diese brauchen, um neue Lösungen zu erreichen.

Sprecher auf der Pressekonferenz.

Die Redner Andreas Saar, Andy Middleton und Ilan Levin (v.l.n.r.) auf der Stratasys Pressekonferenz während der formnext 2016. (Bild: © 3dprint.com).

Im Jahr 2016 habe Stratasys zwei neue Technologie-Demonstratoren sowie den J750 eingeführt. Damit lassen sich neue Möglichkeiten und Fähigkeiten demonstrieren, die bisher noch nicht möglich waren. Mit einem Roboterarm erhalten die Anwender eine geometrische Freiheit und die Möglichkeit, Verbundwerkstoffe zu integrieren. Der Infinite Build Demonstrator ermöglicht die Erzeugung ungewöhnlich großer Teile, welche über die Grenzen einer Z-Achse hinausgehen. Zu den Endkunden, die diese Möglichkeiten nutzen, gehören unter anderem Boeing und Ford. Auch mit Airbus arbeitet Stratasys zusammen. Im Airbus A350 XWB sollen bis zu 3.000 Teile aus dem 3D-Drucker verbaut werden, was einen Anteil von 50% entspricht!

Der Präsident von Stratasys, Andy Middleton erklärte: „Es ist nicht mehr nachhaltig, ein Produkt zu bauen, die Technologie auf den Markt zu bringen und dann zu hoffen, dass die Kunden herausfinden, was damit zu tun ist.“ Hier müssen gemeinsame Anstrengungen unternommen werden. Einer dieser Kunden, mit denen man in Zukunft noch stärker zusammenarbeiten möchte, ist Siemens.

Robotic Composite 3D-Demonstrator fertigt Verbundteile

Mit dem Robotic Composite 3D-Demonstrator möchten Stratasys und Siemens Verbundteile mit einem bislang nicht erreichten Kraft-zu-Gewicht-Verhältnis fertigen. Andreas Saar, Vize-Präsident von Siemens und gleichzeitig Leiter des additiven Manufacturing Programs, äußerte sich dazu folgendermaßen: „Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Robotik und Stratasys umfangreichen Kenntnissen in der additiven Fertigung muss es eine Möglichkeit geben, beide Verfahren zusammenzubringen. Additive Fertigung und fortschrittliche Roboter-Automatik führen zu einer intelligenten Automatisierung.“ Die Technologie wird sich deutlich ändern.

Der 3D-Drucker im Einsatz.

Der Stratasys Robotic Composite 3D-Demonstrator im Einsatz (Bild © Screenshot; Youtube/Stratasys).

Ein wichtiger Bestandteil ist die Produktlebenszyklus-Management-Software (PLM), die von Siemens zur Steuerung des Robotic Composite 3D-Demonstrators genutzt wird. Die größten Vorteile des Systems liegen in der schnelleren Bauzeit, der Flexibilität, der Effizienz (es werden keine Stützstrukturen benötigt) und natürlich in der Qualität.

Stratasys hat auf der formnext ihre neuesten Produkte rund um den 3D-Druck vorgestellt. Dazu gehören der großformatige Fortus 900mc, der auch bei der brasilianischen Luftwaffe eingesetzt wird und das neue Material FDM Nylon 6 sowie die kommerzielle Verfügbarkeit der GrabCAD Print-Software. Geplant ist auch eine Zusammenarbeit mit der SAP SE, um ein globales Netzwerk von 3D-Druck-Co-Innovationslaboratorien zu etablieren. Eine spannende Zukunft wartet auf die industrielle Fertigung in Sachen 3D-Druck. In unserem kostenlosen Newsletter halten wir wie gewohnt täglich auf dem Laufenden.

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