Logo Voxeljet AGWie sich die Entwicklung der 3D-Drucker zukünftig gestaltet ist unbekannt. Die Aussichten sind aber nicht schlecht. Profitieren könnten dabei vor allem Anleger an der Börse. Zum Beispiel mit Anleihen beim bayerischen Hersteller und Servicedienstleister Voxeljet AG, die seit Oktober an der New Yorker Börse gelistet sind und bereits für Herzrasen und Aufregung sorgten. Doch das könnte sich langfristig für Anleger auszahlen.

Im Oktober diesen Jahres wagte das Unternehmen Voxeljet AG aus dem bayerischen Friedberg den Gang an die Börse. Nicht in Deutschland sondern gleich in New York. Gehandelt werden American Depositary Shares (ADS), also Zertifikate auf Aktien wobei fünf ADS das Zugriffsrecht auf eine bei der Bank hinterlegte Aktie repräsentieren. Der IPO-Wert der Aktie wurde in den ersten Tagen und Wochen mit Spannung verfolgt (wir berichteten mehrfach…). Bis heute hat sich der Wert der Voxeljet-Aktie im Vergleich zum Höchststand vom 18.11.2013 (68,52€) allerdings wieder um fast 50% reduziert (37,68€).

„Unsere Quartalsberichte sind zwar freiwillig, wir wollen die Investoren aber weiterhin damit versorgen, weil unsere Wettbewerber das auch tun“ Finanzchef derVoxeljet AG Rudolf Franz in der Wirtschaftswoche wiwo.de

Die Frage die sich also stellt ist: Sind Aktien von 3D-Drucker-Unternehmen eine sinnvolle Geldanlage oder anders: Können 3D-Drucker-Aktien als langfristige Kapitalanlage eine hohe Rendite abwerfen? So pauschal lässt sich die Frage sicherlich nicht beantworten und es erfordert einen Einblick in die Zahlen der an der Börse gelisteten 3D-Drucker Unternehmen. Die Voxeljet AG zum Beispiel muss als kleines Unternehmen deutlich weniger Zahlen offenlegen als größere Unternehmen, ist aber nach wie vor bestrebt Aktionären und Interessierten so viele Zahlen wie nötig möglich zu präsentieren.

Und die Zahlen sind aktuell noch bescheiden. Bis zum Ende der dritten Quartals erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Verlust von 167.000 Euro. Die Erlöse stiegen allerdings um 77% an auf 3,52 Millionen Euro an. Bis zum Jahresende plant die Voxeljet-Führungsebene einen Umsatz von 11 Mio. Euro (mehr zu den 9-Monats-Zahlen der Voxeljet AG hier…). Alles in allem überschaubare Zahlen.

Kursverlauf Voxeljet-Aktie
Nichts für schwache Nerven: Der Kursverlauf der Voxeljet-Aktie ähnelt einer Berg- und Talfahrt, könnte aber als langfristige Anlage eine hohe Rendite abwerfen  (Bild © // wallstreet-online.de).

Lohnenswerte Zukunftspläne der Voxeljet AG: Keine Dividende, jeder Euro geht ins Wachstum

„Es gibt keine Dividende. Wir wollen weiter wachsen und das Geld dafür einsetzen.“ Ingo Ederer, Unternehmensgründer und Chef der Voxeljet AG, zitiert auf wiwo.de

Im Gegensatz dazu stehen die geplanten Wachstumszahlen. In den nächsten vier bis fünf Jahren plane die Voxeljet AG ein jährliches Wachstum von 50%! In fünf Jahren soll das Umsatzziel die 50 Millionen Euro erreicht haben. Unternehmensgründer und Chef der Voxeljet AG Ingo Ederer gibt daher als Kurs vor, das verdiente Geld in Wachstum zu investieren und auf Dividende zu verzichten, wie er in der Wirtschaftswoche zitiert wird. Die Strategie der 3D-Drucker Unternehmen ist daher ganz allgemein betrachtet ein wichtiges Kriterium für die Entwicklung der Aktien und der 3D-Drucker im Allgemeinen.

Es ist daher nach aktueller Situation überhaupt nicht möglich eine Aussage darüber zu treffen, wie sich 3D-Drucker-Aktien mittelfristig oder gar langfristig entwickeln werden. Beispiele für eine langfristige Kapitalanlage mit großer Rendite sind aber vorhanden. Das amerikanische Unternehmen Stratsys Ltd. zum Beispiel konnte innerhalb von 2 Jahren seine Aktienwerte vervierfachen (mehr zu Stratasys…). Auch stehen die Zukunftsaussichten der 3D-Drucker außerordentlich gut, wie Marktforschungsunternehmen immer wieder proklamieren.

Kombiniert mit einer betriebswirtschaftlichen Raffinesse der Unternehmen könnten sich einige der 3D-Drucker-Aktien durchaus zu einer interessanten, langfristigen Kapitalanlage mit hoher Rendite entwickeln, bei denen es sich heute lohnt einzusteigen. Jedem Anleger sollte aber klar sein, dass 1.) die Entwicklung der 3D-Drucker auch anders als erwartet verlaufen kann und sich die Technologie als Hype herausstellt und 2.) der Verlauf des Aktienkurses – zumindest in den nächsten Wochen und Monaten – keineswegs kontinuierlich steigen wird. Eine Berg- und Talfahrt sollten die Anleger definitiv einkalkulieren – Herzrasen das sich langfristig aber durchaus lohnen kann.

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