ABS ist ein thermoplastischer Kunststoff der beim 3D-Druck eingesetzt wird. Neben PLA gehört ABS zu den am häufigsten verwendeten 3D-Druck-Materialien. ABS wird im 3D-Druck als „Ur-Form“ der Filamente angesehen, da ABS vor PLA zum Einsatz kam. ABS findet Einsatz häufig in professionellen Anwendungen, zum Beispiel bei Ingenieuren und Architekten. Grund ist seine Festigkeit, Spannbarkeit, bessere Temperaturbeständigkeit und Flexibilität.
Im Gegensatz zu PLA zählt ABS zu den komplizierter anzuwendenden Filamenten. 3D-Druck-Anfänger greifen daher häufig lieber zu PLA. Auch mag der Geruch von ABS auf manche Anwender abschreckend wirken. Im erhitzten Zustand kommt die mineralölbasische Herkunft des Kunststoffes hervor. Um ABS nach dem 3D-Druck vom Druckbett lösen zu können ist auch ein beheiztes Druckbett (auch Heizbett genannt) notwendig. Der Anwender sollte also schon vor dem Kauf beachten ob er mit ABS drucken möchte. Einige 3D-Druckermodelle lassen sich auch nachträglich aufrüsten.
Folgende Eigenschaften beschreiben ABS weiter:
- ABS ist biologisch nicht abbaubar.
- Die Drucktemperatur von ABS liegt zwischen ~220-260 °C (je nach Ausführung von Farbe des ABS-Filaments).
- ABS verformt sich beim Druck (daher ist ein Heizbett notwendig).
- Oberflächen der mit ABS gedruckten Objekte lassen sich glätten (z.B. mit Aceton).
- ABS-Objekte sind langlebiger als PLA-Objekte.
- ABS weist einen geringeren Reibungskoeffizienten auf als PLA. Für die Extrusion benötigt der Extruder daher weniger Kraft (= geringer Stromverbrauch).
- ABS wird auf Petroleumbasis hergestellt.
- Recycling von ABS ist möglich. Es besteht allerdings die Gefahr, dass einige lokale Recycling-Annahmestellen die Annahme von ABS verweigern (Recycling-Code-Klassifzierung von ABS ist 7).
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