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SKZ Würzburg forscht an Nachbearbeitungstechniken für 3D-gedruckte Metallbauteile

Das Kunststoff-Zentrum Würzburg (SKZ) führt eine Reihe von innovativen Forschungsprojekten durch, die sich auf verschiedene Aspekte des 3D-Drucks konzentrieren. Jedes dieser Projekte bringt neue Erkenntnisse und Methoden in die Welt des 3D-Drucks und hat das Potenzial, die Effizienz und Qualität der additiven Fertigung zu verbessern.

Neuartige Nachbearbeitungstechniken für 3D-gedruckte Metallbauteile

Kevin Popp zeigt die Leistungsfähigkeit der S1 Strahlanlage von AM Solutions im 3D-Druck, schnelle Bearbeitung von Brain Gears mit gleichbleibender Qualität
Kevin Popp demonstriert die Effizienz der S1 Strahlanlage von AM Solutions: Die Anlage ermöglicht es, komplexe Bauteile wie Brain Gears mit feinen Zahnrad-Geometrien in großen Mengen und gleichbleibender Qualität zu bearbeiten. Was früher einen ganzen Tag beanspruchte, wird nun in 15 Minuten mit herausragender Oberflächenqualität realisiert (Bild © AM Solutions).

Ein Schwerpunkt der Forschung des SKZ liegt auf der Nachbearbeitung von 3D-gedruckten Metallbauteilen. Hierbei wird die Nassstrahlanlage S1 Wet von AM Solutions verwendet, die speziell für die Nachbearbeitung solcher Bauteile konzipiert ist, wie AM Solutions berichtet. Dieses System ermöglicht die Entfernung von Pulverresten und verbessert die Oberflächenqualität der Bauteile, indem es für eine gleichmäßige Oberflächenhomogenisierung und -Glättung sorgt. Eine Besonderheit des S1 Wet ist die Fähigkeit, während des Prozesses brennbare Gemische zu verhindern, was die Sicherheit erhöht. Zusätzlich verfügt das System über ein optionales Abwasser-Recycling-System, das zur Nachhaltigkeit des Prozesses beiträgt.

Erforschung des Haftungsverhaltens zwischen Bauteilen und Druckplatten

Ein weiteres wichtiges Forschungsgebiet ist das Haftungsverhalten zwischen Bauteilen und Druckplatten beim 3D-Druck. Dies ist entscheidend, da eine gute Haftung der ersten Schicht auf der Druckplattform für die Qualität des gedruckten Objekts unerlässlich ist. Zugleich muss das Bauteil nach dem Druckvorgang ohne Beschädigung von der Plattform gelöst werden können. Die Forschungsergebnisse des SKZ sollen dazu beitragen, das Verständnis über Haftungsmechanismen zu verbessern und die Entwicklung sowie Fertigung von 3D-gedruckten Bauteilen sicherer und effizienter zu machen.

Innovationspotenziale im 3D-Druck von Mehrkomponentenbauteilen

Ein weiteres Forschungsprojekt des SKZ konzentriert sich auf die additive Fertigung von Mehrkomponentenbauteilen. Hierbei werden grundlegende Kenntnisse zur Verarbeitung mehrerer Materialien innerhalb eines Bauteils erarbeitet. Diese Forschung birgt enormes Innovationspotenzial für Design, Funktionsintegration, Teilegestaltung und kosteneffiziente Produktion. Die Ergebnisse dieses Projekts sollen Unternehmen helfen, serientaugliche Mehrkomponententeile mit reproduzierbaren Eigenschaften und hoher Bauteilqualität herzustellen.

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