Ja, Reste von Filament lassen sich verbinden. Mit der Zeit sammeln sich sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich zahlreiche Meter an Filament-Resten, die für den nächsten 3D-Druck nicht ausreichen und daher bei wohl allen von uns schnell mal ganze Kisten füllen. Schade um das teuer bezahlte Filament. Das Verfahren zum „Verschweißen“ von Filament nennt sich spilcen. Beim „Splicen„.

Wenig erfolgreich ist das Erhitzen der Filamentenden mit einem Feuerzeug und kräftiges gegeneinanderpressen. Die Folge sind verußte Stellen und Brandblasen an den Fingern (meist durch das kleine Rädchen am Feuerzeug). Das Verschweißen mit dem Lötkolben schützt zwar vor verbrannten Fingern, führt aber auch zu wenig brauchbaren Ergebnissen. Die zusammengelötete Stelle passt dann oft nicht mehr in den Extruder und führt zu Frust beim Anwender. Wer dennoch auf diese Methode setzen möchte, dem empfiehlt sich eine Kerze. Diese steht fest am Boden und man kann in aller Ruhe beide Filamenenden sauber verschweißen.
Auch geeignet sind Heißluftgebläße/ -pistolen, am besten mit einer Minidüse. Diese erhitzen das Filament deutlich schneller und es wird von den Anwendern als weniger „Fummelei“ beschrieben.
Ein sehr interessanter Ansatz um Filament-Reste zu verbinden ist der Filament-Spiegel. Der Filament-Spiegel kann auf Thingiverse kostenlos heruntergeladen und mit dem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Wie der Filament-Spiegel funktioniert kann gut auf Thingiverse nachgelesen werden.
Schreibt uns gerne Eure Ideen, Vorschläge und Methoden für erfolgreiches Splicen in die Kommentare.