Lassen sich Filament-Reste verbinden?

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Antwort:

Ja, Reste von Filament lassen sich verbinden. Mit der Zeit sammeln sich sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich zahlreiche Meter an Filament-Resten, die für den nächsten 3D-Druck nicht ausreichen und daher bei wohl allen von uns schnell mal ganze Kisten füllen. Schade um das teuer bezahlte Filament. Das Verfahren zum „Verschweißen“ von Filament nennt sich spilcen. Beim „Splicen„.

Filament verbinden mit dem Filament-Spiegel
Splicen: Filament verbinden mit einem Filament-Spiegel, der weiter unten beschrieben wird (Bild © Thingiverse/trustfm).

Wenig erfolgreich ist das Erhitzen der Filamentenden mit einem Feuerzeug und kräftiges gegeneinanderpressen. Die Folge sind verußte Stellen und Brandblasen an den Fingern (meist durch das kleine Rädchen am Feuerzeug). Das Verschweißen mit dem Lötkolben schützt zwar vor verbrannten Fingern, führt aber auch zu wenig brauchbaren Ergebnissen. Die zusammengelötete Stelle passt dann oft nicht mehr in den Extruder und führt zu Frust beim Anwender. Wer dennoch auf diese Methode setzen möchte, dem empfiehlt sich eine Kerze. Diese steht fest am Boden und man kann in aller Ruhe beide Filamenenden sauber verschweißen.

Auch geeignet sind Heißluftgebläße/ -pistolen, am besten mit einer Minidüse. Diese erhitzen das Filament deutlich schneller und es wird von den Anwendern als weniger „Fummelei“ beschrieben.

Ein sehr interessanter Ansatz um Filament-Reste zu verbinden ist der Filament-Spiegel. Der Filament-Spiegel kann auf Thingiverse kostenlos heruntergeladen und mit dem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Wie der Filament-Spiegel funktioniert kann gut auf Thingiverse nachgelesen werden.

Schreibt uns gerne Eure Ideen, Vorschläge und Methoden für erfolgreiches Splicen in die Kommentare.

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Kommentar(e) zum Beitrag
  1. Hallo,
    ich interessiere mich für 3D Druck. Ich habe aber vor Feuer Angst. Jetzt habe ich gesehen es gibt Drei Buchstaben die das verhindern zu versuchen. Aber ich Frage mich ob es nicht besser wäre das Ding daran zu hindern das es nicht glüht. Man könnte ein regelbaren Widerstand nehmen. Lautstärkenregler vom Radio. Oder aber eine Schmelzsicherung im Glasröhrchen – links und rechts Blechhülsen.

    Warum hat ein Drucker an der Wärmequelle keine Schmelzsicherung? Dann würde beim Strom der dann /300/ Grad wäre Feuerabend ohne das was glüht. Einfach Wärme Quelle ab. Drucker auf /280/ Grad und Strom messen. Das mit /290/ und /300. Dann mit U=R*I den Widerstand errechnen. Das fände ich gut.

  2. Also ich hab es ähnlich wie beim PP Rohrschweißen gemacht. Um PP Rohre zu verschweißen werden die enden der Rohre an eine Metallgedrückt die sich erwärmt. Sprich jeweils gleichzeit links und rechts an die metallplatte. Die enden erwärmen sich und man kann sie mit gefühl zusammendrücken. Dabei Pilzt der Rand etwas auf und man hat einen ring der sich mit ein Cuttermesser easy entfernen lässt. Fazit: kein Ruß keine verbrennungen. Ich hab einfach ein altes Küchenmesser genommen. Habe es mit einem Flambierbrenner den es in jedem Supermarkt oder Baumarkt gibt erhitzt. Hab dann die enden des Filament kurz leicht für 3-5sekunden an die klinge gedrückt und dann die enden zusammen gedrückt. Den aufpilzenden rand hab ich mit dem Cuttermesser entfernt. Hat sehr gut funktioniert. Wer angst hat das dass messer vom tisch fällt, da man den zu erhitzenden bereich so legen muss das man von oben und unten rann kommt, der kann es mit einer klemme befestigen. Hab das ohne den Spiegel von Thingiverse gemacht. Könnte mir aber vorstellen das mit diesem Gadget das ergebnis noch verbessert werden kann.

  3. Hey, wenn mann ein Stück PFTE Schlauch (Bowden) nimmt und die beiden Filamentstücke angeschrägt zusammenführt, kann man mit einem Feuerzeug die Enden Schmelzen und dann abkühlen lassen und mann hat eine gute Verbindung. Zum Thema druckbarkeit muss man sagen, dass man ein ordentlich „enges“ Stück Bowden haben sollte, damit die Verbindung zwischen den Stücken auch nicht stecken bleibt

  4. Vielleicht ein Ansatz: Metall (V2A Röhrchen mit 1,75 mm Durchmesser, darin beide Enden zusammenführen, gut zusammenhalten (wie auch immer, und dann die mögliche Verbundstelle von aussen erhitzen. Erkalten lassen, auf einer Seite herausziehen, fertig. Wer was fertig hat, bitte mit mir Kontakt aufnehmen.

    1. Na ja,
      und wie bekommt man das Röhrchen wieder vom Filamentstrang?
      500m Filament durch ein Stahlröhchern ziehen?
      Was ist mit Abrieb, Verkantung, Belastung Extruderzahnräder?

      1. Im Titel steht ja auch Filament Resten. 500m sind für mich keine Resten. Ich finde die Idee nicht so schlecht, insofern das Filament nicht am Rohr haftet.

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