PETG-Filament Wiki – Das große 3D-Druck-Kompendium zu PETG

Den meisten Menschen kommt wahrscheinlich zuerst diverses Kunststoffmaterial in den Sinn, wenn sie an 3D-Druck denken. Natürlich gibt es auch andere Materialien, die beim 3D-Druck verwendet werden, darunter Keramik und Metall. Trotzdem machen Polymere immer noch den Großteil des Marktes für 3D-Drucker-Materialien aus. Die Hauptgründe dafür sind, dass die Polymere sowohl als Material für industrielle Anwendungen (Prototyping usw.) als auch für Desktop-Drucker verwendet werden, insbesondere bei FDM-3D-Druckern. Zu dieser Kategorie gehören verschiedene Materialien – und eines der beliebtesten Materialien für den FDM-3D-Druck überhaupt ist PETG.

Dieses Polymer ist wegen seiner einfachen Druckbarkeit bekannt und wird zu einem 3D-Druck-Filament verarbeitet, welches sowohl von Experten als auch von Anfängern mit FDM-3D-Druckern verwendet wird. Doch was ist eigentlich das PETG-Filament? Welche Eigenschaften hat das „Wunder-3D-Druck-Filament“? Welche Unterschiede gibt es im Vergleich zu anderen 3D-Druck-Filamenten? Welche Vor- und Nachteile weist PETG auf? Wo kommt PETG zum Einsatz? In diesem informationsreichen Artikel über PETG werden die Antworten auf diese und viele andere wichtige Fragen gegeben.

PETG Filament

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Diese Text wird fortlaufend aktualisiert. Der Text wurde zuletzt am 12.05.2021 aktualisiert. Der Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, soll aber eine umfangreiche und stetig wachsende Informationssammlung zum PLA-Filament aufbauen und die kostenlose Informationsrecherche ermöglichen. Helfen Sie mit und melden Sie uns ggf. Fehler oder weitere Informationen zu PLA.

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PETG – der heimliche Star unter den 3D-Druck-Filamenten?

PETG ist im Grunde genommen PET, kurz für Polyethylenterephthalat. Dabei handelt es sich um einen thermoplastischen Kunststoff, welcher zu den Polyestern gehört. PET ist sehr weit verbreitet und ist auch günstig in der Anschaffung. Aus Polyethylenterephthalat werden z. B. die meisten Plastikflaschen weltweit gefertigt.

Für den 3D-Druck wird PET mit Glykol modifiziert und es entsteht das PETG-Filament, welches sich hervorragend für den 3D-Druck eignet. PETG bietet für den 3D-Druck zahlreiche Vorteile, jedoch auch einige Nachteile. Im Anschluss wird auf beides näher eingegangen. Die Anwendung von PETG-Filamenten im 3D-Druck gewährleistet ein klares und stabiles Druckergebnis. Während das Harz bei einer Glasübergangstemperatur von 85 Grad Celsius amorph und klar ist, ist die Molekülstruktur von PETG jedoch unregelmäßig.

Eigenschaften

Das beigemengte Glykol beim PETG sorgt für eine Senkung der Kristallisation und eine niedrigere Drucktemperatur. Damit werden die Druckeigenschaften erheblich verbessert. So fällt z. B. das Lösen von der Druckplatte nach der Abkühlung noch einfacher. Das fertiggedruckte, abgekühlte Modell, löst sich fast von alleine. Glykol verfügt außerdem über niederviskose Eigenschaften und ist dementsprechend ein flüssiger Stoff. Damit läuft der Druckprozess insgesamt schneller ab, denn mit PETG lassen sich Druckgeschwindigkeiten von bis zu 100 mm/s erreichen.

Als Filament ist PETG elastisch, extrem bruchfest, zäh und dennoch transparent. Insgesamt handelt es sich um einen gutmütigen und zuverlässigen thermoplastischen Kunststoff. Darüber hinaus ist das PETG-Filament sehr witterungsbeständig, worin auch der klare Vorteil gegenüber PLA und ABS liegt. Dadurch eignet sich das PETG-Filament perfekt für den Einsatz im Außenbereich. Auch Universitäten oder Schulen, die Experimente mit 3D-Druck machen möchten, werden mit PETG-Filament keine Fehlentscheidung treffen. Je nach Herstellerempfehlung wird das PETG-Filament in der Regel bei 200 – 260 Grad Celsius gedruckt.

Vorteile

+ Das PETG-Filament weist eine hohe Layerhaftung auf, wodurch es für ein gutes optisches Druckergebnis sorgt. Praktisch gesehen gibt es beim Druck mit PETG kein Warping: Das Druckerzeugnis wird nach dem Abkühlen nicht stark schrumpfen oder sich wölben. Dies ist ein klarer Vorteil im Vergleich zu Druckobjekten, die aus HIPS-, Nylon- oder ABS-Filament gedruckt werden.

+ Ein aus PETG gedrucktes Objekt wird beim Abkühlen nur um ca. 0,5 % schrumpfen und sich kaum verspannen. Einerseits ist dies sehr vorteilhaft, wenn es um das Lösen des Druckerzeugnisses vom Druckbett geht. Anderseits ist dadurch eventuelle Weiterbearbeitung einfacher gestaltet. So lässt sich das fertige Druckobjekt aus PETG-Filament z. B. hervorragend schleifen und ist auch gegen die meisten Lösungsmittel und Chemikalien resistent.

+ PETG kombiniert insgesamt die Stärken von PLA und ABS. So schrumpft PETG genauso wie PLA kaum und lässt sich einfach drucken. Gleichzeitig ist es ähnlich haltbar, temperaturbeständig und bruchfest wie ABS. Durch den Einsatz von Glykol kann PETG sogar überlegen sein. Das mit Glykol modifizierte PET wird auch nicht spröde und trüb. Das jeweilige Druckobjekt kann in einer sauberen Umgebung sogar sterilisiert werden, z. B. für den Einsatz in Medizintechnik.

+ PETG-gedruckte Objekte sind ausgesprochen schwer entflammbar und chemikalienbeständig. Je nach PETG-Variante kann das Drucken mit PETG-Filament auch ohne beheiztes Druckbett durchgeführt werden. Dabei sollte die Temperatur auf ca. 80-90 Grad Celsius eingestellt werden, was zugleich der PETG-Weichpunkt ist. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal für PETG. Neben allen seinen positiven Eigenschaften kann PETG außerdem sehr gut recycelt werden. Das umweltfreundliche Filament steht in dieser Hinsicht einer PET-Trinkflasche in nichts nach.

Nachteile

Der thermoplastische Kunststoff PETG hat in puncto 3D-Druck allerdings auch einige Nachteile. Eines davon ist definitiv die Nicht-Beständigkeit gegen UV-Licht. So können PETG-Druckobjekte unter dem Einfluss von UV-Licht geschwächt werden und sollten deshalb keiner dauerhaften UV-Strahlung ausgesetzt werden.

Außerdem ist PETG im Vergleich zu anderen Materialien anfälliger für Kratzer. Sollte das Druckobjekt optisch repräsentativ ausgestellt werden, müsste diese negative Eigenschaft als unbedingt berücksichtigt werden. Allerdings lässt sich dieses Problem relativ einfach lösen: Das fertig gedruckte Objekt wird anschließend mit Klarlack bestrichen und erhält dadurch eine noch ansprechendere Optik. Zudem wirkt das Objekt dadurch auch robuster gegenüber Belastungen, die zu Kratzern führen.

Bei manchen Hotends kann es auch bei Verwendung von PETG-Filament unter flachem Temperaturverlauf zu Problemen kommen. In diesem Fall funktioniert die Thermobarriere möglicherweise nicht wie gewünscht. Mit anderen Worten gesagt, befindet sich im Hotend zu viel flüssiges Material. Dabei wird schon am kalten Ende des Hotends das Filament weich, was letztendlich zu Verstopfungen führt.

Tipp: Diesbezüglich sollte die Herstellerbeschreibung des Hotends genau gelesen werden. Obwohl einige Hersteller behaupten, dass Blue Tape oder Haarspray nicht mit PETG kompatibel sind, erweist sich in der Praxis oft das Gegenteil. Vielmehr handelt es sich hier um einen Sicherheitshinweis, über den sich der Hersteller absichern möchte.

PETG ist lebensmittelecht

In der Regel sind PETG-Filamente lebensmittelecht, obwohl das Rohmaterial häufig aus unterschiedlichen Ländern stammt. Wer immer noch Bedenken hat, kann sich an den Herstellerangaben richten. So kann das PETG-Filament für den 3D-Druck von Trinkgefäßen, Geschirr und sonstigen Koch- und Backwerkzeugen angewendet werden. Dabei muss natürlich wie immer beachtet werden, dass in den mikroskopischen Vertiefungen und Ritzen eines Druckobjektes verstärkt Bakterien und Keime gedeihen können.

Anwendungsbereiche

Das sind Anwendungsbereiche von PETG: Im Vergleich zu anderen Polymeren mit ähnlichen Eigenschaften gibt es deutliche Überscheidungen bei der Anwendung von PETG. In erster Linie kommt PETG in der Dekorations-, Kostüm-/Propaganda-, Medizin- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Dabei stellt jedes Material auf unterschiedliche Weise seine Überlegenheit unter Beweis. PETG hat ähnliche Eigenschaften wie PET und wird somit auch in der Lebensmittelindustrie angewendet. Zudem wurde das Material von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen.

Die höhere Hitze- und Wasserbeständigkeit macht PETG zum idealen Material für die Produktion von Teilen, die in Berührung mit Lebensmitteln kommen. Darüber hinaus findet PETG auch Anwendung in der Herstellung von Verpackungsmaterial und Textilien. Da PETG Sterilisationen standhalten kann, kommt es auch bei medizintechnischen und pharmazeutischen Verpackungen sowie bei medizinischen Implantaten zum Einsatz. Aufgrund seiner beeindruckenden physikalischen Eigenschaften eignet sich PETG insgesamt besser für Objekte, die höhere Widerstandsfähigkeit und Hitzebeständigkeit erfordern.

Lagerung

Grundsätzlich ist PETG gegen diverse Einflüsse resistent, aber die Lagerung des Materials sollte dennoch in einem trockenen Raum erfolgen, da ein hoher Luftfeuchtigkeitsanteil mit Materialveränderungen resultieren und deshalb zu fehlerhaften 3D-Drucken führen kann. Ungewünschter Feuchtigkeitseintritt kann z. B. mit einem Silikagelbeutel verhindert werden.

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PETG-Vergleich mit anderen Materialien

Was ist der Unterschied zwischen PET und PETG?

Sowohl PETG als auch PET werden über Umwege für eine Vielzahl von Konsumprodukten angewendet. PETG als Filament kann im 3D-Druck enorme Vorteile bieten, während PET eher für herkömmliche Herstellungsverfahren geeignet ist. Die Kombination mit biochemischen Komponenten oder Glasfasern sorgt für individuelle Lösungsansätze in unterschiedlichen Industriezweigen. Der PETG Grundstoff eignet sich gleichermaßen für den 3D-Druck sowie den Spritzguss.

Im direkten Vergleich zu PET ist die Haltbarkeit von PETG ein entscheidender Vorteil. Auf Dauer werden die PET-Erzeugnisse trüb und spröde werden, während sich das PETG als Rohmaterial trotz permanenter Anwendung stabiler verhält. Dabei leidet weder die Schichthaftung noch wird es mit der Zeit zerbrechlich. Im Endergebnis liefert die Beimengung von Glykol ein schlagfestes Produkt, welches auch in der Medizintechnik häufig Anwendung findet. PETG in dieser Form kann einfach und ohne jeglichen Qualitätsverlust sterilisiert werden.

PETG oder PLA?

Polymilchsäure, kurz PLA, ist wie PET ein thermoplastischer Kunststoff aus der gleichen Polyester-Familie. Neben PETG gilt PLA als das am häufigsten verwendete Material für den 3D-Druck. Es ist biologisch abbaubar und einfach zu drucken. Inzwischen hat jeder Hersteller sowohl PLA als auch PETG im Angebot. Der Markt für diese Filamente ist riesig und bietet eine breite Auswahl an verschiedenen Eigenschaften und Farben. In Kombination mit Holz, Kaffee, Hanffasern, Metallpartikeln etc. kann PLA spannende Filamentarten bilden.

Gegenüberstellung von PETG und PLA:

  • In der Handhabung ist PLA einfacher als PETG und verzeiht auch kleine Druckfehler.
  • Beide Filamente haben beim Abkühlen nur geringen Materialverzug.
  • Sowohl PETG als auch PLA sind als unbedenklich lebensmittelecht eingestuft.
  • PLA hat eine stabilere Oberfläche und zerkratzt nicht so leicht.
  • PETG dagegen ist haltbarer und hält höheren Belastungen stand.
  • PLA hat mehrere Ausführungen als PETG.
  • In der Regel ist das PETG-Filament teurer als das PLA-Filament.

PETG oder ABS?

ABS oder Acrylnitril-Butadien-Styrol ist der zweithäufigste Kunststoff, der beim 3D-Druck zum Einsatz kommt. Dabei ist ABS unkompliziert in der Extrusion, leicht, relativ flexibel, haltbar und günstig. Für den 3D-Druck ist es die perfekte Mischung. Aufgrund seiner robusten Eigenschaften ist ABS z. B. in der Außenschale von Fahrradhelmen und den LEGO-Steinen enthalten.

Das Material hat aber auch seine Nachteile – es schmilzt nur bei hohen Temperaturen. So liegt der Schmelzpunkt von ABS zwischen 210 und 250 Grad Celsius und setzt den Einsatz eines Heizbettes voraus. Dieses sorgt dafür, dass sich die ersten Druckschichten nicht zu schnell abkühlen, schrumpfen oder sich verziehen, bevor das ganze 3D-Druckobjekt zu Ende gedruckt ist. Außerdem entstehen beim Erhitzen von ABS Dämpfe, die nicht eingeatmet werden sollten, da sie unter Umständen zu Atemproblemen bei Mensch und Tier führen können.

Vergleich von PETG und ABS Filamenten

  • Beide Materialien sind stoßfest, robust und trotzen hohen Belastungen.
  • Die Materialien sind nicht biologisch abbaubar, können aber recycelt werden.
  • PETG ist nicht Aceton löslich, ABS schon.
  • ABS ist etwas flexibler als PETG.
  • Bei richtiger Anwendung ist PETG lebensmittelecht, ABS jedoch nicht.
  • PETG kann auch ohne Heizbett gedruckt werden, während ABS ein Heizbett voraussetzt.
  • PETG und ABS ziehen sich beim Abkühlen zusammen.

PETG oder TPU?

TPU oder thermoplastisches Polyurethan ist eine Art von TPE, die ebenso als 3D-Druck-Filament angewendet wird, jedoch etwas steifer ist. Dadurch ist TPU haltbarer und lässt sich einfacher drucken. Selbst bei Kälte behält TPU seine elastischen Eigenschaften.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen PETG und TPU:

  • TPU zerkratzt nicht so leicht wie PETG.
  • TPU ist widerstandsfähiger und etwas flexibler als PETG.
  • PETG ist für die Aufbewahrung von Lebensmitteln geeignet, während TPU nicht lebensmittelecht ist.
  • PETG kann transparent sein und ist einfacher zu drucken.
  • TPU ist UV-beständig, PETG dagegen nicht.
  • Beide Materialien haben die gleiche Stärke.
  • Beide Materialien können mit beheiztem Druckbett gedruckt werden.

FAQ zu PETG-Filament

Was bedeutet PETG?

Beim PETG handelt es sich um ein mit Glykol modifiziertes PET (Polyethylenterephthalat oder zu Deutsch – thermoplastischer Kunststoff), das sich durch seine besonders niedrige Viskosität und hohe Transparenz auszeichnet.

Was ist PETG-Filament?

Das PETG-Filament gilt als ein beliebtes 3D-Drucker-Filament in der 3D-Druckerwelt, wobei das G für „glykolmodifiziert“ steht. Durch diese Modifikation ist das Filament einfacher zu verwenden, ist weniger spröde und wesentlich klarer. PETG-Filamente sind einfacher zu drucken als ABS, sie sind haltbarer und flexibler als PLA und ein guter Mittelweg zwischen ABS und PLA.

Wie druckt man PETG?

Im Allgemeinen wird PETG im Vergleich zu PLA bei einer höheren Temperatur gedruckt, wobei für den optimalen Druck eine Extrusionstemperatur zwischen 220 und 260 Grad Celsius erforderlich ist. Die Heizbetttemperatur sollte außerdem zwischen 75 und 90 Grad Celsius liegen.

Was ist stabiler PLA oder PETG?

PETG ist wesentlich haltbarer als PLA, da es sich durch eine hohe Strapazierfähigkeit auszeichnet. Die Oberflächenbeschaffenheit von PLA ist nicht so anfällig für Beschädigungen und Kratzer wie die bei PETG. Zudem ist PLA deutlich formstabiler als PETG, jedoch eignet sich PETG besonders gut für Outdoor-Objekte, die eine hohe Witterungsbeständigkeit erfordern.

Was ist besser PLA oder PETG?

PETG ist robuster und haltbarer und kann höheren Belastungen standhalten. PLA hingegen hat eine stabilere Oberfläche und zerkratzt sich nicht so leicht. In der Regel ist PETG teurer als PLA, wobei PLA in puncto Handhabung einfacher zu bedienen ist als das PETG.

Wann wird PETG weich?

PEGT ist aufgrund seiner guten thermischen Eigenschaften sehr beliebt beim 3D-Druck, da es sowohl mit als auch ohne Heizbett verwendet werden kann. Dabei liegt der Weichpunkt von PETG bei ca. 80 – 90 Grad Celsius.

Wie stabil ist PETG?

PETG als Filament ist transparent, elastisch, zäh und bruchfest zugleich. Zudem ist dieses Material äußerst witterungsbeständig und stabil.

Ist PETG UV-beständig?

PETG hat nur wenige Nachteile – und die nicht vollständige UV-Beständigkeit ist einer davon. Das heißt, PETG kann durch UV-Licht geschwächt werden, weshalb PETG-Druckobjekte nicht einer dauerhaften UV-Bestrahlung ausgesetzt werden sollten.

Ist PETG spülmaschinenfest?

Da es sich bei PETG um ein stabiles und strapazierfähiges Material handelt, kann es sogar in der Spülmaschine gereinigt werden.

Eignet sich PETG für den Außenbereich?

Aufgrund der hohen Witterungsbeständigkeit eignet sich PETG hervorragend für den Außenbereich. Überdies ist PETG durch den einfachen Umgang besonders gut für Einsteiger geeignet.

Können PETG-3D-Druckobjekte in die Mikrowelle?

Aus PETG kann bedenkenlos Mikrowellengeschirr hergestellt werden. Beim Einsatz von PETG-3D-Druckobjekten sollte allerdings wegen Mikrorissen im Material die Möglichkeit der Bakterienbildung beachtet werden.

Ist PETG lebensmittelecht?

Aufgrund von PET, der Basis von PETG, ist das Material absolut lebensmittelecht. Obwohl das Rohmaterial für PETG aus unterschiedlichen Ländern stammt, kann die Lebensmittelechtheit als unbedenklich eingestuft werden.

Wo ist Polyethylenterephthalat enthalten?

Beim Polyethylenterephthalat handelt es sich um einen thermoplastischen Kunststoff aus der Familie der Polyester, welches durch Polykondensation entsteht. In Kurzform ist das Material als PET bekannt und hat vielfältige Einsatzbereiche, unter anderem in der Produktion von PET-Flaschen (Kunststoffflaschen), Folien und Textilfasern.

Was bedeutet Polyethylenterephthalat?

Es ist ein Kunststoff aus der Polyester-Familie, welches unter der Abkürzung PET bekannt ist. Der thermoplastische Kunststoff wird durch Polykondensation hergestellt und ist vereinfacht gesagt eine Form von Plastik, die 100 % aus Erdgas und Erdöl besteht.

Welches PETG ist das beste?

Dies lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Nutzer unterschiedliche persönliche Präferenzen haben. Inzwischen gibt es mehrere Hersteller von PETG-Filamenten, wobei das Avistron PETG, NuNus PETG und extrudr PETG zu den besten zählen. Sie weisen unter anderem eine hohe Qualität, einfache Handhabung, perfekte Haftung, riesige Farbauswahl und hervorragende Reinheit (keine Verschmutzungen) auf.

Weiterlesen:

» PLA Wiki: Was ist PLA-Filament? Das große und kostenlose PLA-Kompendium zum 3D-Druck
» ABS Wiki: Was ist ABS-Filament? Das große und kostenlose ABS-Kompendium zum 3D-Druck

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