Spare Parts 3D (SP3D), ein Startup aus Toulouse, das 2018 gegründet wurde und als Junges Innovatives Unternehmen ausgezeichnet ist, hat ein neues Produkt namens Theia vorgestellt. Dieses Produkt ist das Ergebnis eines dreijährigen Forschungs- und Entwicklungsprojekts in Zusammenarbeit mit dem LURPA, einem universitären Forschungslabor für automatisierte Produktion an der ENS Paris-Saclay, und wurde mit finanzieller Unterstützung der Defense Innovation Agency (AID) entwickelt.
Theia ist eine Softwarelösung, die darauf abzielt, einen langjährigen Engpass in der industriellen Fertigung zu überwinden: die Umwandlung von 2D-Technikzeichnungen in 3D-Modelle. Dieser Prozess, der für die Nutzung von 3D-Drucktechnologien für die Herstellung von Ersatzteilen wesentlich ist, war bisher zeitaufwendig und kostenintensiv. Theia automatisiert diesen Prozess, wodurch die Umwandlungszeit von mehreren Tagen auf wenige Minuten reduziert wird.
Ein illustratives Video zeigt die Funktionsweise von Theia:
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Integration und Funktionsweise
Theia ergänzt SP3Ds bestehende Softwarelösung DigiPART™, die bereits in der Lage ist, im großen Maßstab technisch und wirtschaftlich druckbare Ersatzteile zu identifizieren, deren digitale Zwillinge zu erstellen und einen geeigneten Anbieter für den 3D-Druck zu finden. Durch die Automatisierung der Umwandlung von 2D in 3D trägt Theia zur Beschleunigung der Digitalisierung von Ersatzteilinventaren bei und senkt die Kosten für den Zugang zur Digitalisierung.
Wirtschaftliche, soziale und umweltfreundliche Auswirkungen
Die von Theia ermöglichte Innovation hat mehrere positive Auswirkungen. Wirtschaftlich gesehen erleichtert es Wartungsstrategien für Ausrüstungen durch eine signifikante Reduktion von Lagerkosten und eine fast sofortige Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Sozial und territorial ermöglicht es die potenzielle Rückverlagerung der industriellen Produktion und bietet Unabhängigkeit von zunehmend chaotischen ausländischen Lieferketten. Umweltfreundlich betrachtet, programmiert Theia das Ende der Obsoleszenz von Teilen und Maschinen, indem es Lagerüberalterung eliminiert und die Reparierbarkeit sowie die Lebensdauer von Maschinen beliebig verlängert.
Zukunftsaussichten
Paul Guillaumot, Gründer und CEO von SP3D, sieht in Theia eine bedeutende Innovation, die die Digitalisierung von Lieferketten in Branchen wie Energie, Verteidigung, Petrochemie, Eisenbahn, Schifffahrt und Bergbau, in denen der Bedarf an Ersatzteilen erheblich ist, massiv vorantreiben kann. Als nächsten Schritt plant SP3D, die 3D-Rekonstruktion von Zeichnungen und Teilen jeglicher Komplexität zu generalisieren und parametrische Dateien zu erstellen, die automatische Anpassungen an ausgewählte Fertigungsprozesse ermöglichen.
Für weitere Informationen und um an einem Beta-Testprogramm teilzunehmen, bietet SP3D eine Registrierung unter dem folgenden Link an.