Die internationale Fachmesse Fakuma der Messe Friedrichshafen zeigt in diesem Jahr (13. – 17. Oktober 2015) als Schwerpunkt additive Fertigungsverfahren. Die Kunststoff- und Gummimaschinenhersteller verzeichneten nach Angaben des Sprechers der Fakuma-Ausstellerbasis im Jahr 2015 eine Umsatzsteigerung von vier Prozent und im Jahr 2016 wird ein Umsatzanstieg von zwei Prozent erwartet.
Die additiven Fertigungsverfahren bilden eines der Kernthemen auf der Fakuma und behandelt im Fokus die Herstellung komplexer Bauteile mit dem 3D-Drucker. Es sei den Verantwortlichen zufolge ein wichtiger Schritt zur Industrie 4.0, welche die Herstellung individueller Produkte in einer vollständig vernetzten Umgebung erlaubt. In Zukunft sollen intelligente Fabriken entstehen. Spannend ist das allemal.
Ein Aussteller ist das Unternehmen Arburg. Die auf der Fakuma ausgestellten Maschinen von Arburg können individualisierte Büroscheren in Serie fertigen. Der Kunde kann wählen ob die Schere rund, spitz oder für Rechtshänder bzw. Linkshänder sein soll. Die erforderlichen Daten befinden sich auf einer Transponderkarte oder in der Cloud.

Auf dem Scherengriff befindet sich ein QR-Code, der es dem Kunden ermöglicht die Schere erneut herstellen zu lassen. Der auf Griff befindliche kundenindividuelle Schriftzug der Schere wird per 3D-Drucker gefertigt und die personalisierte Schere im Anschluss zum Kunden versendet. Die Schere mit einem Teil aus dem 3D-Drucker ist ein Beispiel für die Großserienfertigung unter Anwendung des additiven Fertigungsverfahrens, das wir bei uns im Magazin unter dem Thema Mass Customization mit 3D-Druck behandeln.
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Update 14.10.2015: In einer früheren Version hieß es, der Griff der Schere wird mit dem 3D-Druckverfahren hergestellt. Das ist nicht richtig. Der Griff der Schere wird im Spritzgussverfahren hergestellt. Im 3D-Druckverfahren entsteht der individuelle Schriftzug, der auf dem Griff angebracht wird.
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