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Fraunhofer IFAM Dresden nimmt Calibur3-Metall-3D-Drucker von Wayland Additive in Betrieb

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden erweitert seine Forschungsinfrastruktur im Bereich der additiven Fertigung mit der Installation eines Calibur3-Systems von Wayland Additive. Das berichtet das Fraunhofer IFAM in einer Pressemeldung. Der Metall-3D-Drucker basiert auf dem Electron Beam Powder Bed Fusion (PBF-EB)-Verfahren und ist das dritte System dieser Technologie im Fraunhofer-Netzwerk.

Neue Forschungsimpulse für die additive Fertigung

Calibur3-3D-Drucksystem von Wayland Additive in der Laborumgebung des Fraunhofer IFAM Dresden neben weiteren Anlagen für die additive Fertigung
Der neu installierte Calibur3-3D-Drucker bei Fraunhofer IFAM Dresden unterstützt künftig die Forschung zu ladungsneutralem Elektronenstrahl-3D-Druck mit NeuBeam-Technologie (Bild © Fraunhofer IFAM Dresden).

Mit dem Calibur3 stärkt das Fraunhofer IFAM die Kompetenzen seines Innovationszentrums für Additive Fertigung ICAM. Hier wird unter anderem zu pulvermetallurgischen Werkstoffen, Prozessdesign und Materialcharakterisierung geforscht. Dank des neuen Systems können künftig verstärkt neuartige Materialkonzepte, ressourcenschonende Fertigung komplexer Geometrien und intelligente Prozesskontrolle unter Einbindung von Simulation und maschinellem Lernen erprobt werden.

Prof. Thomas Weißgärber, Direktor des Fraunhofer IFAM Dresden, erklärt:

„Wir sehen im Calibur3 einen bedeutenden Schritt zur Erweiterung unseres Forschungsportfolios in der nächsten Generation der additiven Fertigung. Er ermöglicht es unseren Teams, an innovativen Lösungen von der Materialentwicklung bis zur intelligenten Prozesssteuerung zu arbeiten.“

NeuBeam-Technologie: Mehr Prozessstabilität und Materialvielfalt

Das Calibur3-System nutzt Waylands proprietäre NeuBeam-Technologie, die sich durch eine ladungsneutrale Verarbeitung auszeichnet. Dies führt zu stabileren Prozessen, vereinfachter Entfernung überschüssigen Pulvers und einer breiteren Materialkompatibilität – auch bei hochreaktiven oder leistungsstarken Legierungen. So wird der Anwendungsbereich von Elektronenstrahlverfahren in der additiven Fertigung deutlich erweitert.

Peter Hansford, Chief Revenue Officer von Wayland Additive, betonte

„Fraunhofer IFAM Dresden ist ein idealer Partner, um die NeuBeam-Technologie weiterzuentwickeln. Die Kombination aus Materialwissenschaft, Simulation und Anwendungstechnik ist essenziell, um diese Technologie in die industrielle Skalierung zu bringen.“

Gemeinsame Forschungsstrategie mit europäischer Förderung

Die Installation des Calibur3-Systems ist Teil des Projekts INNO-EB und wird durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Im Zuge der Installation startet auch eine strategische Partnerschaft zwischen Wayland Additive und dem Fraunhofer IFAM Dresden. Ziel ist es, gemeinsam Forschungsprojekte, Applikationsentwicklungen und die industrielle Einsatzreife der NeuBeam-basierten Lösungen voranzutreiben.

Durch die enge Zusammenarbeit sollen Elektronenstrahl-basierte 3D-Druckprozesse als tragende Säule nachhaltiger und leistungsfähiger Produktionsprozesse etabliert werden – mit Potenzialen für Branchen wie Mobilität, Energie und Medizintechnik.

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