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Umwelt-Campus Birkenfeld erweitert 3D-Druckkapazitäten mit Metall-3D-Drucker

Erweiterung des 3D-Drucklabors mit modernster Technologie: Am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier hat die Forschungsgruppe um Prof. Dr.-Ing. Michael Wahl ein hochmodernes 3D-Drucklabor eingerichtet, das sowohl in der Region als auch international Beachtung findet. Besonders die neu angeschaffte Fertigungsanlage für das Pulverbettverfahren erweitert die Möglichkeiten der additiven Fertigung erheblich, heißt es in einer Pressemeldung.

Das Pulverbettverfahren basiert auf der schichtweisen Verarbeitung von Metallpulver durch einen Laser, wodurch Bauteile mit mechanischen Eigenschaften entstehen, die denen konventionell gefertigter Produkte entsprechen. Diese Technologie ermöglicht die Herstellung komplexer Geometrien, darunter integrierte Kühlkanäle und Leichtbaukomponenten, die mit herkömmlichen Verfahren kaum realisierbar wären.

Zwei Experten im 3D-Drucklabor des Umwelt-Campus Birkenfeld vor einer Metallpulver-3D-Druckanlage
Das neue Metall-3D-Drucklabor am Umwelt-Campus Birkenfeld ermöglicht innovative Forschungsprojekte wie „OMAS“, das die Entwicklung optimierter Stähle für die additive Fertigung vorantreibt. (Bild © Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld)

Forschungsprojekt „OMAS“ zur Materialentwicklung

Ein bedeutendes neues Projekt des 3D-Drucklabors ist „OMAS“ (Oberflächenfunktionalisierte und verschleißbeständige Bauteile aus metastabil-austenitischen Stählen), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, spezielle Stähle für die additive Fertigung zu qualifizieren und ihre Eigenschaften durch gezielte Wärmebehandlungen weiter zu optimieren.

Die Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Hochschule Jena spielt dabei eine zentrale Rolle: Während in Jena neue Materiallösungen entwickelt werden, fokussiert sich das Team in Birkenfeld auf die Verarbeitung dieser Werkstoffe mit dem neuen Metall-3D-Drucker. „Das Projekt bietet großes Potenzial, insbesondere für den Werkzeugbau“, erklärt Projektleiter Adrian Huwer.

Austausch mit Unternehmen und Fachinteressierten

Die Arbeitsgruppe ist Teil des Instituts für Betriebs- und Technologiemanagement (IBT) und bietet regionalen Unternehmen eine Anlaufstelle für Fragen zur additiven Fertigung. Interessierte aus Industrie und Forschung haben zudem die Möglichkeit, die neue Fertigungsanlage zu besichtigen und sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich des 3D-Drucks zu informieren.

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