Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat kürzlich die Norm ISO/ASTM 52939:2023 veröffentlicht. Diese Norm, betitelt „Additive Fertigung im Bauwesen – Qualifikationsprinzipien – Struktur- und Infrastrukturelemente“, zielt darauf ab, Qualität, Sicherheit und Effizienz in der Baubranche des 3D-Drucks zu gewährleisten.
Die ISO, eine unabhängige Expertenorganisation, die technische Spezifikationen und Richtlinien zur konsistenten und qualitätskontrollierten Nutzung von Produkten, Dienstleistungen und Systemen definiert, hat ihren Hauptsitz in Genf, Schweiz. Seit ihrer Gründung im Jahr 1947 hat die ISO über 24.500 internationale Standards in verschiedenen Technologie- und Fertigungsbereichen veröffentlicht.
Zusammenarbeit für globale Standards im 3D-Druck

Die Norm ISO/ASTM 52939:2023, die im Dezember 2023 veröffentlicht wurde, entstand durch eine Zusammenarbeit zwischen dem technischen Komitee für additive Fertigung der ISO (ISO/TC 261) und dem Komitee für additive Fertigungstechnologien von ASTM International (F42). ASTM International, ehemals als American Society for Testing and Materials bekannt, ist eine globale Standardisierungsorganisation mit Sitz in Pennsylvania, USA.
Dieser neu veröffentlichte Standard legt Qualitätsanforderungen für additive Fertigung im Bauwesen fest. Laut ISO sind Risikominderung, Genehmigung und Zertifizierung für additive Baukonstruktionen ohne die notwendigen ISO/ASTM-Standards nicht erreichbar. Diese Anforderungen sind unabhängig vom Material und gelten nicht für Metalle.
Das Dokument legt Kriterien für 3D-Druck-Bauprozesse, qualitätsrelevante Merkmale und Faktoren fest, die mit additiven Fertigungsprozessen im Bauwesen verbunden sind. Wesentliche Schritte in additiven Bauprozessen müssen von einem lokal zertifizierten Ingenieur kontrolliert und überwacht werden, um hochwertige 3D-gedruckte Strukturen zu gewährleisten.