In der Welt des 3D-Drucks gibt es stetige Weiterentwicklungen. Forscher der Iowa State University und der University of California, Santa Barbara, haben laut einer Mitteilung der National Science Foundation (NSF) kürzlich eine neue Methode im Umgang mit lichtbasiertem 3D-Druck entwickelt. Das interdisziplinäre Team, bestehend aus Adarsh Krishnamurthy, Baskar Ganapathysubramanian und Soumik Sarkar, arbeitet daran, aus einem einzigen Harz durch den Einsatz verschiedener Lichtwellenlängen und Belichtungszeiten mehrere Materialien und Eigenschaften zu schaffen.
Neue Entwicklungen in der additiven Fertigung
Das Verfahren, das auf digitaler Lichtverarbeitung (DLP) basiert, verwendet einen Projektor, um das fotopolymerische Harz schichtweise zu härten. Während die gewünschten Bereiche entsprechend dem Modell des 3D-Druckers ausgehärtet werden, bleibt der umgebende Bereich flüssig. Nach Fertigstellung des Objekts kann das überschüssige Harz entfernt und wiederverwendet werden. Diese Methode verspricht nicht nur eine schnellere Produktion, sondern auch die Herstellung von Teilen mit differenzierten Eigenschaften in einem einzigen Druckvorgang.

Potenzielle Anwendungen
Die Vielseitigkeit dieser neuen Methode eröffnet Potenziale in zahlreichen Feldern, insbesondere in der Biomedizin. Beispielsweise könnten personalisierte Implantate oder Teile für den menschlichen Körper gedruckt werden, die unterschiedliche Steifigkeiten oder Flexibilitäten aufweisen, je nach Bedarf. Dies könnte die Herstellung von Prothesen revolutionieren und die medizinische Versorgung maßgeblich verbessern.
Unterstützung und Partnerschaften
Das Projekt wird von der National Science Foundation unterstützt, welche die Bedeutung der Materialforschung für die gesellschaftliche Entwicklung erkennt. Die Zusammenarbeit zwischen Materialwissenschaftlern und Ingenieuren aus verschiedenen Disziplinen ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg dieses Vorhabens.