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Forscher vom Fraunhofer IPA verwenden das Fused Layer Modeling (FLM)-3D-Druckverfahren für schichtweisen Aufbau von Metallteilen

Das Fused Layer Modeling (FLM)-3D-Druckverfahren kommt erst seit einigen Jahren zur Herstellung von Metallbauteilen zum Einsatz. Jetzt haben die Forscher vom Zentrum für Additive Produktion am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (Fraunhofer IPA) untersucht, welche Qualität die mit FLM-Verfahren hergestellten Komponenten aufweisen und welche Grenzen dem Verfahren gesetzt sind.

Vorteile im Vergleich zum Metallpulverspritzgussverfahren

Objekte mit FLM (Fused Layer Modelling)
Das Bild zeigt zwei mit dem Fused Layer Modelling (FLM)-3D-Druckerverfahren hergestellte Objekte aus Edelstahl (Bild © Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez).

Bauteile aus Edelstahl wurden bisher hauptsächlich mit dem Metal Injection Moulding (MIM)-Verfahren hergestellt. Dieses Metallpulverspritzguss-Verfahren kommt vor allem bei Medizintechnik-Herstellern und in der Automobilindustrie zum Einsatz, da die dafür benötigten Anlagen oft kostspielig und auf die Großserienproduktion ausgelegt sind.

Darüber hinaus sind entsprechende Werkzeugformen für jedes Bauteil nötig, deren Fertigung langwierig und teuer ist.

Weil das MIM-Verfahren für die Fertigung von Einzelstücken und Kleinserien nicht immer wirtschaftlich ist, haben Mark Becker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für Additive Produktion am Fraunhofer IPA und Michael Lattner, CEO der ML3D GmbH, mit Einsatz von FLM-3D-Druck diverse Edelstahl-Bauteile hergestellt, wie das Fraunhofer IPA in einer Pressemitteilung berichtet. Das Besondere daran ist, dass es sich hierbei um ein additives Produktionsverfahren handelt (d.h. schichtweiser Aufbau der Materials zu einem fertigen Objekt), das bisher hauptsächlich zum 3D-Druck von Kunststoffbauteilen hergestellt wurde.

Produkteigenschaften mit FLM gedruckter Objekte ähnlich wie beim MIM-Verfahren

Trotz der zahlreichen Vorteile, die das FLM-3D-Druckverfahren im Vergleich zum MIM-Verfahren aufweist, sind die Produkteigenschaften in Sachen Größe, Festigkeit, Dichte oder etwa Volumenverlust bei der Nachbehandlung im Sinterofen ähnlich geblieben:

Das FLM-Verfahren birgt daher insgesamt großes Potenzial für die wirtschaftliche Nutzung bei kleineren Losgrößen im Vergleich zu anderen 3D-Druckverfahren.

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