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Deutsche Bahn baut auf 3D-Druck: 100.000 Teile produziert und Expansion des digitalen Warenlagers geplant

Getriebegehäuse

Die Deutsche Bahn hat bisher 100.000 3D-gedruckte Teile hergestellt (im Bild: Getriebegehäuse - im indirekten 3D-Druck gefertigt)(Bild © Deutsche Bahn).

Deutsche Bahn AG Logo.Schon 2017 bat die Deutsche Bahn AG ihre Zulieferer, den 3D-Druck in die Fertigung zu integrieren. Im Jahr 2019 berichteten wir darüber, dass die Deutsche Bahn bei 3D-Druck auf Ideen der Mitarbeiter für ein Ersatzteillager für 3D-gedruckte Bauteile setzt. Vor drei Jahren erklärte die Deutsche Bahn, dass sie bis 2021 mehrere Tausend Ersatzteile mit 3D-Druckern herstellbar machen möchte. Mittlerweile hat die Deutsche Bahn 100.000 3D-gedruckte Bauteile hergestellt, wie sie in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

Aufbau eines digitalen Warenlagers

Zu den 3D-gedruckten Teilen der Deutschen Bahn gehören längst betriebsrelevante, große Teile mit einem Gewicht von mehr als 500 kg. Die Herausforderung sei dabei nicht das Drucken der Teile, sondern die Digitalisierung der Baupläne. Diese werden für den 3D-Druck benötigt. Seit Jahren arbeitet die Deutsche Bahn an einer Datenbank, in der die digitalen Abbilder der benötigten Bauteile gespeichert sind. Derzeit sind es rund 1.000 Bauteile, die sich in dieser Datenbank befinden. Bis 2030 soll die Datenbank auf 10.000 Teile anwachsen. Das wären rund 10 Prozent der Bauteile, die für die Instandhaltung aller Fahrzeuge benötigt werden.

Getriebegehäuse
Modell einer 3D-gedruckten Sandform

Die Deutsche Bahn spart mit dem 3D-Druck nach eigener Aussage Zeit, Kosten und Ressourcen. Das digitale Warenlager erlaubt dem Konzern, Ersatzteile quasi auf Knopfdruck zu produzieren. So möchte das Unternehmen Lieferengpässe und lange Lieferzeiten umgehen. Die Lieferzeit für ein Getriebegehäuse für eine Rangierlok könnte der Deutschen Bahn zufolge mit digitaler Herstellung in nur zwei statt zehn Monaten entstehen. Damit werden außerdem Ressourcen gespart, da anders als beim spanenden Verfahren die Ersatzteile nicht aus einem großen Metallblock mit viel Restmaterial gefräst werden. Eigenen Angaben zufolge betreibt die Deutsche Bahn eigene 3D-Drucker und nutzt ein Partnernetzwerk mit mehr als 140 Unternehmen.

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