Auch bei der Deutschen Bahn gewinnt das Thema 3D-Druck zunehmend an Bedeutung. Viele Ersatzteile sind schwer zu beschaffen oder gar nicht mehr erhältlich und müssen für viel Geld als Sonderanfertigungen hergestellt werden. Darum möchte die Deutsche Bahn bis 2021 Tausende Ersatzteile mit 3D-Druck abrufbar machen. Unterstützt wird die Bahn dabei vom 3D-Drucker-Hersteller TRUMPF.

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Ein Dampfgenerator sorgt dafür, dass die elektrischen Systeme einer Lok mit Strom versorgt werden. Geht ein Schaufelrad davon kaputt, war es bislang ein sehr aufwendiges Prozedere, ein Ersatzteil zu erhalten. Das konnte bis zu 24 Monate gehen. Auch manche Ersatzteile der Deutschen Bahn sind schwierig zu beschaffen. Der 3D-Druck schafft Abhilfe, wie uns TRUMPF in einer Pressemitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin wissen lässt.

Kürzere Wartezeiten, schnellere Inbetriebnahme

Mit dem 3D-Druck von Unternehmen wie TRUMPF lassen sich Ersatzteile aus Metall in sehr kurzer Zeit produzieren. Die Lieferzeit verkürzt sich ebenfalls. Die Versorgung mit Ersatzteilen wird sichergestellt und Fahrzeuge sind wieder schneller im Einsatz, erklärt Stefanie Brickwede, Projektleiterin für den 3D-Druck bei der Deutschen Bahn. Gerade wenn Teile gar nicht mehr erhältlich sind, sind die 3D-Drucker eine große Hilfe. Bis 2021 möchte die Deutsche Bahn daher tausende verschiedene Ersatzteile über den 3D-Druck abrufbar machen.

TRUMPF 3D-Drucker und Turbinenschaufelrad und zwei Mitarbeiter
3D-gedruckte Turbinenschaufelräder sind dank der additiven Fertigung viel schneller erhältlich und wieder einsetzbar (Bild © TRUMPF).

2015 begann der 3D-Druck bei der Deutschen Bahn mit der Fertigung von hellgrauen Mantelhaken aus Plastik. Heute sind es mit dem Metall-3D-Druck hergestellte, mehr als 27 Kilogramm schwere Bauteile, die für den Betrieb relevant sind.

Die sogenannte „Kastenkulisse“ wird unter dem Wagenkasten montiert und sichert den Lauf des Wagens in engen Kurven oder beim Passieren von Weichen. Die Innenausstattung im Komfortbereich wird auch mit 3D-Druck hergestellt, ebenso wie eine Abdeckung für die Gepäckablage im ICE, die mit 3D-Druckern von TRUMPF entstanden sind. 2017 wurde bekannt, dass die Deutsche Bahn ihre Zulieferer darum bittet, den 3D-Druck in die Fertigung zu integrieren.

Mehr als 10.000 Ersatzteile gedruckt

Mehr als 10.000 Ersatzteile sind es seit 2015, die die Deutsche Bahn mit dem 3D-Drucker hergestellt hat. Die 130 verschiedenen Teile sind zum Beispiel Lüfterräder, Kopfstützen für Regionalzüge, unterschiedliche Gehäuse wie ein Klemmenkasten, der sensible Kabel für den Zugantrieb schützt, oder auch Ersatzteile für Kaffeemaschinen.

Auch in die Berufsausbildung soll der 3D-Druck bei der Deutschen Bahn einfließen. Im September 2019 starteten viele ihre Ausbildung und werden künftig auch Teile im 3D-Druckverfahren herstellen.

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