Markforged und Continuous Composites haben sich auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 25 Millionen US-Dollar geeinigt, um einen Patentstreit beizulegen. Dieser Streitfall, der vor dem US-Bezirksgericht im District of Delaware verhandelt wurde, wurde durch eine im Juli 2021 von Continuous Composites eingereichte Patentverletzungsklage ausgelöst. Die Einigung umfasst eine Zahlung von 18 Millionen US-Dollar, die im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2024 fällig wird, sowie drei weitere Zahlungen in den folgenden Jahren.
Hintergrund des Patentstreits

Der Konflikt zwischen den beiden Unternehmen begann, als Continuous Composites vier Patente geltend machte, die angeblich von Markforged verletzt wurden. Im April 2023 wurden jedoch mehrere dieser Patente aus dem Fall entfernt, sodass schließlich nur vier Patentansprüche zur Verhandlung blieben. Im April 2024 entschied eine Jury zugunsten von Continuous Composites und befand, dass Markforged einen der verbleibenden Ansprüche verletzt hatte. Das Urteil führte zu einer Schadenersatzsumme von 17,34 Millionen US-Dollar. Markforged stellte daraufhin Nachverhandlungen an, um den Betrag zu verringern.
Vergleichsvereinbarung und zukünftige Schritte
Die Vergleichsvereinbarung sieht vor, dass Markforged neben der ersten Zahlung von 18 Millionen US-Dollar bis 2027 schrittweise weitere Zahlungen leistet, um alle Ansprüche zu begleichen. Im Gegenzug wird Continuous Composites auf alle zukünftigen Klagen verzichten, und beide Unternehmen haben sich auf eine gegenseitige Patentlizenz geeinigt. Weder Markforged noch Continuous Composites gaben im Zuge des Vergleichs ein Schuldeingeständnis ab. Eine weitere Bedingung der Vereinbarung ist die Gewährung eines Pfandrechts von Continuous Composites auf die Patente von Markforged.
Die Einigung wird noch vom zuständigen Gericht geprüft, bevor sie rechtskräftig wird. Sollte die Vereinbarung genehmigt werden, wird die Klage mit allen Gegenansprüchen vollständig beigelegt. Markforged plant zudem, sich auf strategische Ziele zu konzentrieren, wie die Optimierung seiner Produktionsprozesse im Bereich des industriellen 3D-Drucks.