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Hochschule Bremen gelingt die Herstellung von leistungsstarkem Kunststoff aus Baumwolle für den 3D-Druck

Der Arbeitsgruppe „Biobasierte Biologische Werkstoffe“ der Hochschule Bremen gelang es erfolgreich, Kunststoff aus Baumwolle auch für den Einsatz von 3D-Druckern herzustellen. Vom wissenschaftlicher Mitarbeiter Milan Kelch wurden jetzt die Forschungsergebnisse auf der Bremer Baumwollkonferenz vorgestellt. Hier war internationales Publikum zugegen und zeigte sich begeistert.

Bunte Baumwolle
Aufgrund der teils sehr geringen Preise für Kleidung werfen viele Menschen Kleidungsstücke einfach weg, anstatt sie zu reparieren. Mit dem neuen Verfahren der Hochschule Bremen lässt sich Baumwolle zu 3D-Druck-Kunststoff verarbeiten (Symbolbild © Urheber: gasparij / 123RF Standard-Bild).

Kelch präsentiert auf der Veranstaltung einen baumwollfaserverstärkten Kunststoff, der mit Mikro-Spritzguss gefertigt wurde und auch beim 3D-Druck verwendet werden kann. Wie sich herausstellte, ist die verwendete Baumwolle wegen ihrer Feinheit und Glätte optimaler geeignet als Bastfasern. Schon 2017 berichtete die Hochschule Bremen von dem Verfahren. Wie Kelch jetzt nach Aussage von dem „Weser Kurier“ sagte, sei die Technologie zukunftsfähig und verwies darauf, dass der Mix mit seinem 40-prozentigen Baumwollanteil eine höhere Härte und Bruchsicherheit aufweist, als wenn keine Baumwolle verwendet würde.

Die Bremer Baumwollkonferenz wurde in neun Themenbereiche aufgeteilt, die aus Vorträgen und Podiumsdiskussionen bestehen. Die Baumwolltagung zählt 450 Fachleute und Besucher aus 40 Ländern, die bis zum morgigen Freitag über die Baumwolle diskutieren. Der Gastgeber der Veranstaltung ist die im Jahr 1872 gegründete Bremer Baumwollbörse, die mit 16 weiteren Baumwollbörsen die Befolgung der Handelsregeln überwacht.

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