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Stratasys qualifiziert neue Hochleistungsmaterialien für den industriellen 3D-Druck in Luft- und Raumfahrt

Der 3D-Drucker-Hersteller Stratasys hat in enger Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen der Luft- und Raumfahrt sowie US-amerikanischen Regierungsstellen zwei neue Hochleistungsmaterialien für den 3D-Druck validiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Materialien AIS™ Antero® 800NA und AIS™ Antero 840CN03 wurden für den Einsatz mit dem industriellen 3D-Drucker Stratasys F900® qualifiziert und sollen künftig eine breitere Anwendung additiver Fertigung in sicherheitskritischen Bereichen ermöglichen.

Zusammenarbeit mit Industrie und Forschung

3D-gedrucktes Hohlbauteil aus braunem Hochleistungskunststoff, hergestellt mit Stratasys AIS Antero 800NA
Mit AIS Antero® 800NA gefertigte Bauteile wie dieses Hohlprofil demonstrieren die Hochtemperaturbeständigkeit und chemische Resistenz der für den Stratasys F900 validierten 3D-Druckmaterialien (Bild © Stratasys).

Die Entwicklung der neuen Materialien erfolgte im Rahmen eines Qualifizierungsprogramms gemeinsam mit namhaften Partnern wie Boeing, Blue Origin, Northrop Grumman, Raytheon Technologies, dem US-amerikanischen Marinefliegerkommando (Naval Air Systems Command), der US-Luftwaffe, dem National Institute for Aviation Research (NIAR), BAE Systems sowie Stratasys Direct Manufacturing. Ziel dieser Kooperation ist es, additive Fertigungstechnologien auf einen neuen Standard in stark regulierten Industrien zu heben.

Die neuen Antero-Materialien basieren auf Hochleistungspolymeren mit hoher Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit. Sie eignen sich insbesondere für den Einsatz in sicherheitskritischen Anwendungen, wie etwa Strukturbauteile in Luft- und Raumfahrtsystemen. Dank der Validierung durch das National Center for Advanced Materials Performance (NCAMP) stehen umfangreiche qualitätsgesicherte Daten zur Verfügung, die eine standardisierte Materialverwendung über mehrere Produktionsstandorte hinweg ermöglichen.

Einsparpotenzial und Prozesssicherheit

Ein wesentlicher Vorteil der neuen AIS-Materialien liegt in der vereinfachten Qualifizierung. Durch die bereitgestellten Dokumentationen, Schulungen und Prozesskontroll-Tools können Unternehmen den Qualifizierungsprozess effizient umsetzen. Dies reduziert interne Testaufwände und spart somit Kosten bei der Implementierung additiver Fertigungslösungen.

Foster Ferguson, Vizepräsident der Industrie-Sparte von Stratasys, betont: „Diese neuen AIS Antero Materialien sind ein bedeutender Schritt in Richtung Integration von 3D-Drucktechnologien in die Serienproduktion von Luft- und Raumfahrtplattformen.“ Die Materialien ermöglichen es Herstellern, den 3D-Druck für zertifizierte Endanwendungen standortübergreifend einzusetzen.

Laut Ryan Martin, Senior Research Director bei ABI Research, ist die Verfügbarkeit validierter Hochleistungsmaterialien ein entscheidender Faktor, damit Unternehmen additive Fertigung in sicherheitskritischen Bereichen verlässlich nutzen können.

Die Stratasys-Materialien sollen im Rahmen des Space Symposiums vom 7. bis 10. April 2025 in Colorado Springs präsentiert werden. Dort wird das Unternehmen ihre Potenziale für die Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und andere Industrien näher erläutern.

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