Zwei Studierende der Carnegie Mellon University in Quatar, Mohammad Annan und Lujain Al Mansoori, haben einen Spezial-3D-Drucker entwickelt, der in der Lage ist, essbare Karotten zu drucken. Diese Fortschritte im 3D-Druck könnten einen positiven Einfluss auf die Lebensmittelsicherheit weltweit haben.
Die beiden jungen Erfinder, Annan (20 Jahre alt) und Al Mansoori (21 Jahre alt), nutzen künstlich gezüchtete Gemüsezellen und UV-Licht, um einen essbaren Karotten-Prototypen zu drucken. Ein solches Projekt mit Gemüse war bislang unerforscht. Diese Innovation sicherte ihnen den Hauptpreis in der Kategorie FoodTech beim Business Incubation and Acceleration Hackathon, welcher im August von der Qatar Development Bank ausgerichtet wurde.
Masked Stereolithography Technologie

Bis jetzt wurden 3D-gedruckte Lebensmittel meistens aus Pürees von konventionell angebautem Obst oder Gemüse hergestellt. Solche Methoden waren jedoch nicht für die Massenproduktion geeignet. Annan und Al Mansoori haben auf der aktuellen Masked Stereolithography Technologie aufgebaut. Diese Technologie nutzt ultraviolettes Licht, um die „Tinten“ zu setzen, was schnelleres Drucken im Vergleich zu bisherigen 3D-Druck-Methoden ermöglicht.
Annan erklärte:
„[Unsere] Technologie unterstützt die Massenproduktion, da sie ultraviolettes Licht verwendet. Diese Art des Druckens wurde zuvor mit UV-Licht und Harz durchgeführt, aber noch nie mit essbarem Material.“
Essen für alle zugänglich machen

Der Hintergrund für ihre Arbeit ist besorgniserregend: Nur 2,5 Prozent von Katars Fläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Viele andere Länder stehen ebenfalls vor diesem Problem. Mit dem 3D-Druck von Nahrung könnten diese Herausforderungen angegangen werden.
Die 3D-gedruckte Karotte der beiden hat denselben Nährwert wie eine herkömmlich angebaute Karotte. Al Mansoori betonte, dass sie in Zukunft auch klimaspezifische und seltene Obst- und Gemüsesorten drucken möchten.
Die Studierenden sind optimistisch hinsichtlich der Kosten. Al Mansoori erklärte, dass 3D-gedruckte Karotten aufgrund der eingesparten Land- und Wartungskosten sogar günstiger sein könnten.
Abschließend hoffen beide Erfinder, dass 3D-Lebensmittel-Drucker künftig überall eingesetzt werden – in Restaurants, Supermärkten und Krankenhäusern, um „Essen für Menschen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen“.