Im rasanten Tempo hat ein Team aus Air Force-Offizieren und Designern für Luftfahrttechnologie eine Drohne innerhalb eines Tages von der Planung bis zum Erstflug gebracht. Dieses Kunststück demonstriert die fortgeschrittenen Fähigkeiten im Bereich schneller Prototypenentwicklung mittels 3D-Druck.
Die Gruppe, bekannt als das Black Phoenix Team, hat nicht nur eine Drohne entwickelt, sondern auch gebaut und erfolgreich getestet – und das in weniger als 24 Stunden. Das berichtet „Task Purpose“ auf seiner Website. Der gesamte Prozess umfasste Planung, Design, 3D-Druck der Einzelteile und die Montage der knapp 3,6 kg schweren Drohne, die äußerlich einem kleinen Propellerflugzeug gleicht. Dieser rasche Durchlauf ist das Ergebnis monatelanger Vorbereitung und Optimierung der Arbeitsabläufe innerhalb des Teams, das Teil des Blue Horizons Programms der Air Force ist. Dieses Programm fördert Innovationen, die die militärische Kapazität der Air Force verbessern sollen.

Technologie und Teamarbeit
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtunternehmen Titan Dynamics durchgeführt, wobei die Teammitglieder spezifische Funktionen und Parameter vorgaben, die das unbenannte Flugsystem (UAS) erfüllen sollte. Mit Unterstützung der Software von Titan Dynamics konnte das Design der Drohne in nur 10 Minuten abgeschlossen werden. Der anschließende 3D-Druck und die Montage folgten zügig.
Die Black Phoenix Gruppe hatte zuvor demonstriert, dass sie in der Lage war, ein UAS in weniger als 48 Stunden zu konzipieren und einzusetzen. Die neuesten Tests am Eglin Air Force Base in Florida zeigten eine deutliche Verbesserung der Geschwindigkeit und Effizienz im Vergleich zu früheren Versuchen.
Militärische Anwendungen und Zukunftsaussichten
„Kleine UAS werden zunehmend zu einer neuen kampfbereiten Fähigkeit“, erklärte Oberst Dustin Thomas. Die Fähigkeit, diese schnell anzupassen und auf spezifische Missionen zuzuschneiden, steht im Fokus des Black Phoenix Projekts. Das Team hat insgesamt sechs verschiedene UAS getestet, die alle mit den gleichen Methoden hergestellt wurden. Auch wenn einige Testflüge mit Abstürzen endeten, waren meist nur äußere Teile der Drohnen betroffen, und die Kosten für Ersatz und Wiederinbetriebnahme beliefen sich auf jeweils nur etwa 45 Euro.
In Kürze wird das Team seine Erkenntnisse und Erfahrungen der Air Force-Führung präsentieren. Die Implikationen dieser Technologie sind weitreichend, insbesondere in Bezug auf die Kosten- und Zeiteffizienz in der UAS-Entwicklung und -Implementierung. Im 3D-grenzenlos Magazin werden wir über weitere Entwicklungen dieser Art wie gewohnt regelmäßig im kostenlosen Newsletter berichten (hier anmelden).