Der US-Wetterforscher Dr. Ian Giammanco setzt zum besseren Verständnis von Hagel (Hagelschauer) auf die Unterstützung der 3D-Drucker. Er arbeitet für die Organisation „Insurance Institute for Business & Home Safety“. Seit 2012 erforscht er gemeinsam mit seiner Frau Tanya Brown-Giammanco und Kollegen das Wetterphänomen der Hagelkörner. Untersucht werden die Eigenschaft, Entstehung, Zerstörungskraft, sowie die Art und Weise wie die Hagelkörner vom Himmel fallen. Mit einem 3D-Scanner und 3D-Drucker wurden Hagelkörner in mehreren Größen erstellt. Im Anschluss wurde ihre Massenänderung beim Herabfallen vom Himmel untersucht.

Basierend auf den mit einem 3D-Drucker erstellten Hagelkörnern lernten Dr. Giammanco und seine Frau sehr viel über die Natur des Hagels. Auf Basis ihrer Erkenntnisse können verbesserte Computermodelle geschaffen und bessere Prognosen in der Zukunft erstellt werden.
Wie der Wetterforscher berichtet, werden Hagelkörner in ihrer Form weniger sphärisch je größer sie sind. Sie hätten eine enorme Vielfalt an Formen und die stärksten unter ihnen seien Hagelkörner mit mehr als 2,5 cm im Durchmesser. Mit einem Handheld-Laser-Scanning-System scannt und erstellt er ein digitales Modell jeder denkbaren Form von Hagelkörnern. Das einzigartige 3D-Drucksystem, genannt „Hagel-Maschine,“ verwendet Kohlendioxid, welches im Druckprozess schnell zu der gewünschten Hagelform – basierend auf dem zuvor erstellten 3D-Scan – schichtweise gefroren wird. Jede Art von Hagelkörnern kann mit der Hagel-Maschine gedruckt werden, die für die Forschung erforderlich sind.