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SMART-APP: Neues Forschungsprojekt zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der additiven Fertigung

Das Materials Processing Institute (MPI) in Großbritannien hat eine ambitionierte Forschungskollaboration in Höhe von 600.000 £ ins Leben gerufen. Ziel ist die Entwicklung von SMART-APP, einem KI-basierten Tool, das die Effizienz im Sektor der additiven Fertigung erheblich steigern soll. Durch die Partnerschaft mit Additive Manufacturing Solutions Ltd und AMFG wird eine kommerzielle, prädiktive Managementlösung für Materialwiederverwendung entwickelt, die dem AM-Bereich durch gesteigerte Kosteneffizienz zu weiterem Wachstum verhelfen soll.

Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Optimierung der Ressourceneffizienz

Concept Laser 200R
Der Concept Laser 200R, ein Gerät für die Laser Powder Bed Fusion-Technologie, ähnlich den Modellen, die durch das SMART-APP Projekt des Materials Processing Institute effizienter in der Materialwiederverwendung werden sollen. (Bild © Concept Laser)

SMART-APP zielt darauf ab, die Produktion von AM-Komponenten mithilfe des Laser Powder Bed Fusion-Verfahrens zu verbessern. Dies soll durch intelligente Vorhersagemodelle zur Steigerung der Ressourceneffizienz und Reduzierung von Abfall geschehen. Nick Parry, Gruppenleiter für Industrielle Digitalisierung am Materials Processing Institute, betont die Bedeutung von SMART-APP als logischen nächsten Schritt zur Fortführung der bereits geleisteten Arbeit im Bereich der Pulvercharakterisierung. Das Tool soll AM-Anwendern helfen, schneller und kostengünstiger Methoden zur Maximierung der Pulverwiederverwendung zu finden, was besonders für Unternehmen wichtig ist, die ihre Maschinen effektiv nutzen wollen.

Die KI-basierte Lösung soll die Qualitätsänderung des Pulvers nach jedem Prozess vorhersagen und alternative Prozessparameter für das wiederverwendete Pulver vorschlagen, um dessen Lebensdauer zu verlängern und die Produktqualität aufrechtzuerhalten. Finanziert wird das Projekt von Innovate UK, Teil von UK Research and Innovation (UKRI), der Innovationsagentur des Vereinigten Königreichs.

Fokus auf Metall-AM und umweltfreundliche Produktion

Ein besonderes Interesse liegt auf der Weiterentwicklung des metallbasierten AM, das derzeit noch nicht kosteneffizient ist. Die Forschung wird modernste Materialcharakterisierung und mechanische Tests umfassen, um die Haltbarkeit und Verarbeitbarkeit von umweltbeeinflussten, gängigen Edelstahl-, Titan- und Superlegierungsbasis-Pulvern zu untersuchen. Dabei werden auch Methoden zur Rückgewinnung der Pulver und deren Auswirkungen auf das Endprodukt betrachtet.

Die Ergebnisse fließen in eine fortschrittliche Datenbank ein, die Pulvereingangseigenschaften mit der Leistung der AM-Teile verknüpft, um ein prädiktives Werkzeug für die Industrie bereitzustellen. Rob Higham, CEO von Additive Manufacturing Solutions, unterstreicht die Bedeutung dieser Entwicklung als ersten Schritt hin zu einem dynamischen Materialmanagement. Alexander Grimmer, Technischer Berater bei AMFG, ergänzt, dass diese Initiative darauf abzielt, additive Fertigungsmethoden ressourceneffizienter zu gestalten.

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