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101st Airborne Division der US-Armee testet 3D-gedruckte Drohnen für Luftangriffe

Die 101st Airborne Division (Air Assault) der US-Armee integriert 3D-gedruckte Drohnen in ihre Trainingsabläufe, um ihre operative Effizienz zu steigern. Dieses innovative Projekt ist Teil der Vorbereitungen für die bevorstehende „Operation Lethal Eagle“, einer divisionweiten Übung, die auf die Verbesserung der Luftangriffs- und Gefechtsfähigkeiten abzielt. Berichtet hatte darüber die U.S. Army.

Die Drohnen werden im EagleWerx Applied Tactical Innovation Center in Fort Campbell gefertigt und markieren einen Wendepunkt in der Entwicklung und Nutzung von kleinen unbemannten Flugsystemen (sUAS). „Das geht über das einfache Drucken von Teilen hinaus. Wir verändern die sUAS-Strukturen auf taktischer Ebene grundlegend“, erklärte Oberst Travis McIntosh, stellvertretender Kommandeur der Division. Das Projekt umfasst Aspekte wie Flugtauglichkeit, Ersatzteilbeschaffung und neue Trainingsprotokolle.

Eine 3D-gedruckte Drohne der 101st Airborne Division schwebt während eines Testflugs vor unscharfem militärischem Hintergrund.
Eine 3D-gedruckte Drohne der 101st Airborne Division beim Testflug in Fort Campbell im Rahmen der Vorbereitung auf die „Operation Lethal Eagle“. (Bild © army.mil, Staff Sgt. Kaden Pitt)

Zusammenarbeit mit Spezialeinheiten

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen der 101st Airborne Division und der 5th Special Forces Group (Airborne). Soldaten hatten robuste, flexible und kostengünstige Drohnen gefordert, da frühere Modelle diesen Ansprüchen oft nicht gerecht wurden. Das EagleWerx Center plant, 100 dieser sUAS-Einheiten zu produzieren und Bodensteuerungskonsolen zu beschaffen – alles zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Systeme.

„Operation Lethal Eagle“ wird eine dreiwöchige Intensivübung sein, bei der diese Drohnen in groß angelegten und langfristigen Luftangriffsszenarien getestet werden. Der Schwerpunkt liegt auf realistischen Einsatzbedingungen, um die Leistungsfähigkeit der Prototypen zu prüfen.

Positives Feedback und weitere Entwicklung

Captain Andrew Blomquist, Innovationsbeauftragter der 2nd Brigade Combat Team, hob die Bedeutung von Tests und Rückmeldungen hervor:

„Wir haben bereits zahlreiche Demonstrationen, Flugtests und Rückmeldungen von Soldaten durchgeführt. Ein Soldat mit Erfahrung in früheren sUAS-Systemen war besonders beeindruckt von der Leistung dieser neuen Drohnen.“

Die 101st Airborne Division plant, die Drohnen weiter zu verbessern, bevor sie im Frühjahr beim nächsten Großmanöver am Joint Readiness Training Center in Fort Johnson, Louisiana, eingesetzt werden. Dieses langfristige Engagement verdeutlicht die Bedeutung innovativer Technologien für die moderne Kriegsführung.

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