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AMGTA veröffentlicht neue Studie zur Energieeffizienz in der Herstellung von 3D-Druck-Materialien

Die Additive Manufacturer Green Trade Association (AMGTA), eine Initiative zur Förderung nachhaltiger Produktionsmethoden im Bereich der additiven Fertigung, hat neue Einblicke in die Energieeffizienz verschiedener Herstellungsverfahren von Metallpulvern und Drahtzusatzstoffen veröffentlicht. Diese Ergebnisse stammen aus der Studie „Specific Energy of Metal AM Feedstock: A Comparison“, die in Zusammenarbeit mit Syntec Associates und Divergent Technologies durchgeführt wurde, wie AMGTA in einer Pressemitteilung berichtet.

Nachhaltige Herstellungsmethoden im Fokus

Helium-gaszerstäubtes Metallpulver für energieeffiziente additive Fertigung
Mikroskopische Aufnahme von Metallpulver, das für die energieeffiziente additive Fertigung verwendet wird – eine Schlüsselkomponente in der Studie zur Nachhaltigkeit von 3D-Druckmaterialien durch AMGTA und Divergent Technologies (Bild © Carpenter Additive).

Die Studie vergleicht drei zentrale Verfahren zur Herstellung von Rohstoffen für den 3D-Druck: die Gasverdüsung, das mechanische Fräsen und das Drahtziehen. Ein Hauptergebnis der Untersuchung ist, dass die Verwendung von Helium für die Gasverdüsung von Metallpulvern aus energetischer Sicht besonders nachhaltig ist. Helium zeigt im Vergleich zu anderen Gasen wie Argon und Stickstoff den geringsten spezifischen Energieverbrauch. Dies könnte vor allem für die Herstellung häufig verwendeter Legierungen wie SS316L, Al5083 und IN718 von Bedeutung sein.

Energieeffizienz durch mechanische Verfahren

Ein weiteres signifikantes Ergebnis der Studie ist die hohe Energieeffizienz des mechanischen Fräsens, insbesondere des Kugelmahlens, im Vergleich zur Gasverdüsung. Das Kugelmahlen könnte somit eine überlegene Methode darstellen, wenn es um die Reduktion des Energieverbrauchs geht. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung der Auswahl energieeffizienter Herstellungsprozesse, um die Nachhaltigkeit in der Produktion von 3D-Druckmaterialien zu steigern.

Michael Kenworthy, CTO bei Divergent Technologies und Vorstand der AMGTA, betont die Wichtigkeit der Studie für die Branche:

„Diese Forschung schafft eine transparente Basis, um die wichtigsten Prozesse und deren Auswirkungen auf die Umwelt besser zu verstehen. Sie bietet eine fundierte Grundlage für zukünftige Verbesserungen der Nachhaltigkeit in der additiven Fertigung.“

Die AMGTA plant, im Laufe des Jahres 2024 weitere Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, die zusätzliche Einblicke in nachhaltige Produktionsmethoden bieten sollen. Diese Studien könnten es Herstellern ermöglichen, informierte Entscheidungen zu treffen und umweltfreundlichere Produktionsverfahren zu wählen. Über alle Neuheiten berichten wir wie gewohnt im 3D-grenzenlos Magazin Newsletter (hier abonnieren).

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