Großbritannien:

AXA veröffentlicht Studie zu den Chancen für britische Startups und Unternehmen mit 3D-Druck

AXA, ein bekanntes Unternehmen der Versicherungsbranche mit einem geschätzten Jahresumsatz von 57 Milliarden US-Dollar, hat kürzlich eine Studie über ökologisch orientierte Startups und Visionen von Unternehmen in Großbritannien veröffentlicht. Eine Rolle dabei spielt auch der 3D-Druck innerhalb der Startup-Landschaft in Großbritannien.

AXA Logo.In der Studie zeigte AXA auf, dass in Großbritannien immer noch viele Unternehmen den neuen Technologien wie 3D-Druck und Robotik skeptisch gegenüberstehen. So glauben immer noch 83 Prozent der Unternehmer, dass die Robotik in ihren Unternehmen in den nächsten Jahrzehnten nicht umgesetzt wird.

Der Fairness halber muss gesagt werden, dass über 40 Prozent der kleinen Unternehmen noch nicht einmal eine eigene Webseite besitzen möchten. Fast die Hälfte der neu gegründeten Unternehmen haben alle Hände voll zu tun, ihre Online-Präsenz entsprechend ihrer (Online-)Marketing-Ziele zu etablieren. Für das AXA-Team waren deshalb die Ergebnisse der Studie nicht überraschend.

Der AXA Business Insurance Managing Director Darrell Sansom äußerte jedoch, dass es trotz dieser Studienergebnisse in den nächsten Jahren zum verstärkten Einsatz des 3D-Drucks, der Robotik, der künstlichen Intelligenz und fahrerloser Autos kommen wird und hier Startups eine entscheidende Rolle spielen werden. Dies sei auch den radikalen Veränderungen der Industrie und Gesellschaft Großbritanniens geschuldet. „Diejenigen, die als Erste diese Chancen ergreifen, könnten davon in den kommenden Jahrzehnten enorm profitieren“, so Sansom weiter, berichtet „Robotics & Automation News“.

Britische Regierung sieht deutliche Chancen in den neuen Technologien

Proto Labs Standort Großbritannien
Proto Labs mit Sitz in Großbritannien bietet seit letztem Jahr erstmals auch 3D-Druck als Dienstleistung an (Bild © Proto Labs).

Während viele Unternehmen noch zögerlich sind, hat die Regierung des Vereinigten Königreichs jüngst ein Forschungspapier veröffentlicht, welches von Phil Reeves und Dinusha Mendis verfasst und durch das Intellectual Property Office, die Bournemouth University und das Centre for Intellectual Property Policy & Management überwacht bzw. begleitet wurde.

In diesem Forschungspapier wird dargelegt, dass die Anwendung des 3D-Drucks drastische Auswirkungen auf die für Großbritannien wichtigen Branchen wie das Gesundheitswesen, die fertigende Industrie, die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie die Automobil- und Bekleidungsindustrie haben wird.

„Außerhalb des medizinischen Bereichs wird der 3D-Druck in der Produktion von Spielzeug, Puppen und Avatare, Geschenke, Sammlerstücke und personalisierte Andenken verwendet. Die Technologie befindet sich derzeit auch in einem frühen Stadium innerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie, und kann auch im Bereich der Unterhaltungselektronik, bei der Herstellung von Smartphones, Tablets und anderen tragbaren Geräten verwendet werden,“ erklärten die Forscher weiter.

In dem Papier werden auch die kommerziellen Erfolge der meisten 3D-Drucker-Hersteller aufgeführt, die über 100.000 Maschinen und 3D-Drucker veräußert haben, angefangen bei Starter-Kits mit einem Preis von bis zu 400 US-Dollar bis hin zu professionellen 3D-Druckern, die mehrere Hunderttausend US-Dollar kosten.

Wenn selbst Verbraucher verstärkt in den 3D-Druck investieren und sich hier immer mehr und preiswertere Hardware, Software und Werkzeuge entwickeln, so geht die britische Regierung davon aus, dass auch Großunternehmen und Startups die 3D-Druck-Technologie verstärkt ins Auge fassen und nutzen werden.

Zu den Befragten der AXA-Studie gehörten Startups und Unternehmen aus verschiedenen Branchen, so beispielsweise der Automobilindustrie, des Gesundheitswesens und der Finanzen, aber auch vielen weiteren Bereichen. Deshalb ist es eigentlich verständlich, dass die meisten Unternehmen keinen praktischen Anwendungsfall für die Technologie ausmachen konnten. Die Regierungen anderer Länder investieren bereits in erheblichem Umfang in den 3D-Druck und die Robotik. Als Beispiel seien hier China und Australien erwähnt.

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