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Carbon entwickelt FP3D-Resin: Hochleistungsmaterial für 3D-gedruckte Teilprothesen

3Druck-Systeme von Carbon mit Mitarbeitern

Das 3D-Druck-Unternehmen Carbon gibt bekannt, dass seine Plattform für bioresorbierbare Elastomere ihre in vivo Biokompatibilität bewiesen hat (im Bild: mehrere DLS-3D-Druck-Systeme von Carbon mit Mitarbeitern)(Bild © Carbon).

Das Unternehmen Carbon, bekannt für seine Entwicklungen im Bereich des industriellen 3D-Drucks, stellt mit FP3D ein neues Hochleistungsmaterial für den Dentalbereich vor. Die flexible, herausnehmbare Teilprothese (FRPD), die mit FP3D gefertigt wird, kombiniert mechanische Belastbarkeit mit der Flexibilität klassischer dentaler Polymere. Das Material setzt auf die Dual-Cure-Technologie, eine bereits in anderen Industrien erprobte Methode zur Erhöhung der Haltbarkeit und Präzision von 3D-gedruckten Bauteilen.

Die Markteinführung ist laut einer Pressemeldung für Ende 2025 geplant – vorbehaltlich der behördlichen Zulassungen. Besonders Zahnlabore sollen von den verbesserten Eigenschaften des Resins profitieren, das eine neue Generation langlebiger und präzise gefertigter Prothesen ermöglicht.

Technologischer Fortschritt durch Dual-Cure-Chemie

In der Dentalbranche sind hohe Materialanforderungen unerlässlich. Herkömmliche einphasige Aushärtungsverfahren stoßen dabei oft an Grenzen, wenn es um die Kombination aus Flexibilität, Formstabilität und Langlebigkeit geht. FP3D geht hier einen neuen Weg: Eine zweite, temperaturaktivierte Aushärtungsreaktion im Fertigungsprozess verstärkt die Materialstruktur, ohne die Druckqualität zu beeinträchtigen.

Das Resultat: Widerstandsfähige und detailgetreue Prothesen, die den Anforderungen im Alltag besser standhalten. Damit könnte FP3D eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Werkstoffen für flexible Teilprothesen sein.

Von Helmen bis Zahnersatz: Bewährte Technologie für neue Anwendungen

Die Dual-Cure-Technologie von Carbon hat sich bereits in verschiedenen Bereichen bewährt. So wurde sie unter anderem für Schutzkomponenten in Sportausrüstungen genutzt, beispielsweise für Football-Helmeinlagen mit maßgeschneiderten Strukturen. Auch in der Schuhindustrie findet die Technologie Anwendung, indem sie für Zwischensohlen mit hoher Energierückgabe sorgt.

Jetzt kommt der nächste Schritt: die Übertragung der bewährten Verfahren auf die Dentaltechnik. Mit FP3D bringt Carbon eine Innovation auf den Markt, die Zahnlabore in die Lage versetzen könnte, effizienter und mit neuen Materialeigenschaften zu arbeiten.

Automatisierung für Zahnlabore: Effizienzsteigerung im Fokus

Neben der Einführung von FP3D setzt Carbon auf die Optimierung von Workflows in Zahnlabors. Mit der bereits etablierten Automatic Operation Suite und neuen Softwaretools sollen Arbeitsprozesse zunehmend automatisiert werden.

Zu den neuesten Ergänzungen gehören:

Diese Lösungen sollen dazu beitragen, die Herstellung von Zahnersatz weiter zu optimieren und konsistentere Ergebnisse zu erzielen.

Zukunft der digitalen Zahnmedizin

Carbon setzt mit FP3D und neuen Automatisierungstools auf eine nachhaltige Weiterentwicklung digitaler Fertigungsmethoden im Dentalbereich. Die neuen Materialien und Verfahren sollen Zahnlabore nicht nur produktiver machen, sondern auch die Langlebigkeit und Qualität von Prothesen verbessern.

Auf der LMT Lab Day Chicago 2025 haben Besucher die Möglichkeit, FP3D und die neuesten Entwicklungen von Carbon kennenzulernen. Die Einführung des Materials könnte die digitale Zahnmedizin maßgeblich beeinflussen und eine neue Ära der flexiblen Teilprothesen einläuten.

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