Der argentinische Implantathersteller Bioprotece S.A. hat die in Hangzhou, China ansässige Eplus3D als Partner ausgewählt, um seine Fähigkeiten im Metall-3D-Druck zu verbessern. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit hat Bioprotece die EP-M260 Metall-Additive-Fertigungsmaschine erworben, so berichtet es Eplus3D in einer Pressemeldung. Diese industrielle Maschine bietet optionale Leistungseinstellungen von 500W oder 700W und eine flexible Bandbreite an Schichtdicken (20 – 120 μm), was die Effizienz bei der Herstellung hochleistungsfähiger, komplexer Metallteile erhöht.
Anpassung an den Bedarf

Manuel Nelson, Manager der 3D-Druck-Abteilung bei Bioprotece, erklärt: „Wir begannen mit einem Fünf-Achsen-Bearbeitungszentrum“. Allerdings stellte der steigende Bedarf an individuell gefertigten Implantaten in Argentinien die Grenzen der traditionellen CNC-Bearbeitung offen – sie war langsam, teuer und beeinträchtigte die Wettbewerbsfähigkeit. „Um maßgeschneiderte Implantate herzustellen, mussten die Maschinen neu programmiert und die Produktionspläne geändert werden. Es erwies sich als ineffizient, eine Maschine drei Tage lang für die Produktion von kundenspezifischen Teilen zu stoppen. Die Partnerschaft für 3D-gedruckte Implantatdesigns bot eine teilweise Lösung, aber eine Lieferzeit von fünf Monaten war für Krebspatienten inakzeptabel“, fügte Nelson hinzu.
Optimierte Produktion
„Wir trafen uns mit den Managern, die die Entscheidung getroffen haben, in den neuen Drucker zu investieren. Eplus3D-Ingenieure gaben uns eine Empfehlung, welche Maschine wir kaufen sollten“, teilte Nelson mit. Eine transparente Kostenaufstellung, einschließlich des Filterverbrauchs, spielte eine wesentliche Rolle bei der Entscheidungsfindung.
Vorher dauerten einfache Implantate wie die Rekonstruktion des Kiefergelenks mit hohen Volumina eine Woche in der CNC-Bearbeitung. Dank des Metall-3D-Drucks können diese Teile nun über Nacht geliefert werden. „Wir sind bekannt als der schnellste Hersteller maßgeschneiderter Implantate in Argentinien“, betonte Nelson.
Innovationen und Erweiterung
Die EP-M260 Metall-Additive-Fertigungsmaschine fördert auch die kontinuierliche Entwicklung und Innovation von Implantaten. Derzeit verwendet Bioprotece Titan als Hauptmaterial für die Herstellung von zwei wichtigen additiv gefertigten Implantaten: die trabekuläre Titan-Wirbelsäulenlinie (PLIF, TLIF, ALIF; XLIF; ACIF) und die zementfreie Hüftprothese. Darüber hinaus bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Implantatanpassungen an, um den vielfältigen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden.
Die Integration fortschrittlicher Metall-Additiver-Fertigungstechnologie hat es Bioprotece ermöglicht, seinen Marktanteil um 35% zu erhöhen. Bis zu 30% der Implantate werden mit den neuesten Additive-Fertigungsmethoden produziert.
Zukunftspläne
Als Reaktion auf die steigende Nachfrage und den Bedarf an einer erweiterten Materialpalette plant Bioprotece eine Erweiterung seiner Produktionskapazitäten. „Der Kauf des nächsten Druckers ist für 2024 geplant, wahrscheinlich ein EP-M260 oder ein EP-M150. Gelegentlich fordern unsere Kunden Komponenten aus alternativen Materialien, was das Outsourcing notwendig macht und erhebliche logistische Herausforderungen mit sich bringt. Unsere Vision umfasst die Anschaffung eines zweiten Druckers, der diese weniger häufig verwendeten Materialien in Argentinien verarbeiten kann“, erklärte der Manager der 3D-Druck-Abteilung.
Diese strategische Expansion zeigt Bioproteces Engagement für die Lieferung von hochwertigen Teilen, die Verbesserung der Patientenergebnisse und die Förderung von Innovationen im Bereich medizinischer Implantate. Die laufende Zusammenarbeit mit Eplus3D stärkt dieses Engagement, indem sie den Gesundheitspraktikern fortschrittliche Lösungen bietet und die Vorteile für eine erweiterte Patientengruppe ausweitet.