3D-Druck steigert Effizienz bei der Herstellung von Feststoffraketentriebwerken: Die Northrop Grumman Corporation, ein Unternehmen im Bereich der Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungstechnik, hat kürzlich einen bedeutenden Fortschritt in der Raketentechnologie erzielt. Bei einem Test im Promontory, Utah, gelang es dem Unternehmen, wichtige Komponenten und Werkzeuge eines neuen Feststoffraketentriebwerks mittels additive Fertigung herzustellen. Dieser Durchbruch ist Teil des Projekts „Solid Motor Annual Rocket Technology Demonstrator“ (SMART Demo) und markiert einen wichtigen Schritt in der Anwendung der additiven Fertigung in der Raumfahrtindustrie, wie das Unternehmen im Newsroom auf seiner Website berichtet.
Reduzierung der Vorlaufzeiten um 75%

Das SMART Demo-Projekt, das innerhalb eines Jahres abgeschlossen wurde, demonstrierte verschiedene technologische Fortschritte, darunter den Einsatz alternativer Herstellungsmaterialien und -prozesse, die zu einer beeindruckenden Reduktion der Vorlaufzeiten um 75% führten. Weiterhin entwickelte Northrop Grumman einen neuen, kostengünstigen Feststoffraketentreibstoff, der auch bei niedrigen Temperaturen effektiv ist. Dies trägt zur Diversifizierung der Lieferantenbasis und Materialien bei, um Störungen in der Lieferkette entgegenzuwirken.
Zukunft der Raumfahrt mit 3D-Druck
Dieser erfolgreiche Test unterstreicht die wachsende Bedeutung des 3D-Drucks in der Luft– und Raumfahrtbranche, insbesondere bei der Steigerung der Effizienz und Flexibilität in der Produktion von Raketentriebwerken. Das SMART Demo-Projekt zielt darauf ab, neue Technologien, Materialien und Prozesse in der Entwicklung von Feststoffraketentriebwerken zu validieren, um sowohl Zeit als auch Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Leistung zu steigern. Die Initiative umfasst das Design, die Entwicklung, den Bau und die Tests neuer Raketentriebwerke und deren Werkzeuge.
Northrop Grumman plant, jährlich SMART-Demos durchzuführen, was ein anhaltendes Engagement für die Weiterentwicklung der Technologie von Feststoffraketentriebwerken und Antriebssystemen signalisiert. Das Unternehmen managt derzeit die gleichzeitige Entwicklung von fünf neuen Motoren und rechnet bis 2030 mit einer erheblichen Steigerung der Produktionskapazitäten, unterstützt durch den Bau und die Anpassung mehrerer Einrichtungen. Die Zukunft der Branche scheint auf eine weitere Erforschung der AM-Möglichkeiten in der Raketenfertigung ausgerichtet zu sein, was möglicherweise zu agileren, kostengünstigeren und zuverlässigeren Herstellungslösungen führt.