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Nikon übernimmt mit Optisys weiteres Unternehmen der 3D-Druck-Branche

Die japanische Nikon Corporation (kurz Nikon) arbeitet weiter an ihrem Weg Fuß auf dem Markt für additive Fertigungstechnologien zu fassen. Schon im Jahr 2019 kooperierte Nikon mit 3D-Druck-Unternehmen wie Materialise, Essentium und HP an, um gemeinsam den industriellen 3D-Druck voranzubringen. In 2021 erwarb das Unternehmen den Metall-3D-Druck-Spezialist Morf3D. Kürzlich folgte eine Investitionsvereinbarung für ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zwischen SLM Solutions und Nikon.

Nun gab Nikon in einer Pressemitteilung bekannt, dass es den Anwendungsentwickler Optisys übernommen hat. Optisys ist ein Hersteller von Antennen für kommerzielle und staatliche Anwendungen und setzt dabei auf Metall-3D-Drucker. Das Unternehmen hat ein umfassendes IP-Portfolio mit proprietären Antennendesigns und Designverbesserungen für HF-Lösungen mit Massenanpassungsmöglichkeiten.

Details zu Nikon & Optisys

Waveguide Antenne von Optisys
Die Nikon Corporation hat den AM-Anwendungsentwickler Optisys übernommen (im Bild: Waveguide Antenne von Optisys)(Bild © Optisys).

Mit dem Metall-3D-Druck hergestellte Kommunikations- und Radarantennensystemen sind zunehmend sehr gefragt, heißt es in der Mitteilung. Viele Unternehmen erkennen den Vorteil bezüglich der Größe, des Gewichts und der Leistungsreduzierung (SWaP). Mithilfe der additiven Fertigung sind zudem hochspezialisierte Komponenten mit verbesserter Leistung realisierbar, mit schnellen Modifikationen und einer vereinfachten Integration neuer Funktionen. Da sich mehrere Antennenkomponenten in einem einzigen Stück konstruieren lassen, ist eine Nettoreduzierung der Gesamtteile möglich. Optisys setzt integrierte Design-, Fertigungs- und Testprozesse ein, um kostengünstige, maßgeschneiderte Lösungen in kürzerer Entwicklungszeit zu liefern und die kritische Produktleistung für die Luft- und Raumfahrtindustrie sicherzustellen.

Produkte von Nikon werden in medizinischen Systemen, Satelliten, zur Halbleiterverarbeitung und Massenproduktion von Panels für Fernseher und zahlreichen anderen Beispielen genutzt. Nikon und Optisys können durch diese Investition die additive Metallfertigung für Anwendungen wie Hochleistungsantennen und HF-Lösungen fördern.

Stimmen der Beteiligten

Yuichi Shibazaki, Nikon Corporate Vice President und General Manager der Next Generation Project Division, sagte:

„Diese Investition in Optisys ist ein weiteres zentrales Element unseres Next Generation Project-Programms, um die Industrialisierung der digitalen Fertigung voranzutreiben. Die Branchenführerschaft von Optisys und seine Präzisionsdesign- und Fertigungskapazitäten sind gut auf die Kerntechnologien von Nikon und unsere Vision für die Zukunft abgestimmt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihrem Team, um den Horizont der additiven Fertigung zu erweitern.“

Janos Opra, Chief Executive Officer von Optisys, sagte:

„Nikons Investitionen und Know-how in der additiven Fertigung und fortschrittlichen Fertigungstechniken verschaffen Optisys Zugang zu einem Ökosystem, in dem wir in der Lage sein werden, leistungsstarke gedruckte Antennen in kommerziellen Mengen herzustellen. Dies wird Optisys in die Lage versetzen, additiv gefertigte Antennen für die anspruchsvollsten Marktsegmente sowohl in kommerziellen als auch in staatlichen Anwendungen in den Mainstream zu bringen.“

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