Rapidia Inc.
hat zusammen mit spherene AG Bilder eines mittels medizinischen 3D-Druck hergestellten Knochenmodells aus rostfreiem Stahl 316L veröffentlicht. Erstellt mit dem Software-Plugin sphereneRhino und Rapidias Drucktechnologie, eröffnen sich neue Perspektiven für individuell angepasste Metallimplantate in der Medizinbranche, berichtet das Unternehmen in einem LinkedIn-Beitrag.
Technische Grundlagen und Erfolgsfaktoren
Für die Realisierung des Projekts war insbesondere der von CEO Christian Waldvogel und dem Kreativtechnologen Daniel Bachmann entwickelte Adaptive Density Minimal Surface (ADMS)-Algorithmus von spherene entscheidend. Mit dem sphereneRhino-Plugin konnten sie eine qualitativ hochwertige Interpretation der komplexen inneren Struktur eines Oberschenkelknochens (Femur) entwerfen, welche die Basis für die 3D-Druckproduktion bildete.

Rapidias zweistufige AM-Technologie, die 2019 eingeführt wurde, hat ebenfalls wesentlich zum Projekterfolg beigetragen. Durch die Extrusion von gebundenem Metallpaste, das schichtweise getrocknet wurde, konnte der Bindergehalt im Vergleich zu traditionellen Metallfilamenten oder Metallinjektionsformmassen (MIM) erheblich reduziert werden. Dieser Raumtemperaturprozess ermöglichte kürzere Sinterzyklen und reduzierte die Produktionszeit auf weniger als 24 Stunden.
Zukunftsaussichten
Obwohl die präsentierte Femur-ähnliche Struktur nicht als Implantat tauglich ist, zeigt dieses Projekt das enorme Potenzial für additiv gefertigte Metall-Femur-Ersatzteile in der Orthopädie. Die Fähigkeit, Implantate anhand genauer medizinischer Bilddaten zu personalisieren, könnte zu verbesserten Patientenergebnissen und verkürzten Erholungszeiten führen.
Mit der weiteren Entwicklung des sphereneRhino-Plugins und der fortschreitenden Integration von fortschrittlichen Softwareplattformen mit additiven Fertigungstechniken wie dem 3D-Druck könnte sich die Medizinindustrie grundlegend verändern. Patienten könnten sich auf eine Zukunft freuen, in der maßgeschneiderte Implantate erhöhten Komfort, Langlebigkeit und biomechanische Kompatibilität bieten, was die Herangehensweise an orthopädische Behandlungen grundlegend verändert.
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