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Universitätsspital Basel nutzt eigenes 3D-Druck-Labor

Querschnitt eines mittels 3D-Druck gefertigten Herzens inklusive dem darin befindlichen Tumor. (Bild: © Universitätsspital Basel)

Logo Universitätsspital BaselIm 3D-Drucklabor des Schweizer Universitätsspitals Basel werden exakte Modelle von Organen oder Knochen hergestellt, berichtet das „SRF“. Basierend auf den 3D-Modellen können sich Ärzte besser auf Eingriffe vorbereiten. Bei den 3D-Modellen kann es sich um eine Aorta, Schädelknochen, Kieferknochen oder ein ganzes Herz handeln.

Die Ausdrucke sind mehrdimensional und zeigen, wie es im Inneren des Patienten aussieht. Die Ärzte können anhand der Modelle erkennen, wie ein Knochenbruch verläuft oder wo die Aorta eine Verengung aufweist. Gedruckt werden die Kunststoffmodelle auf der Basis von zuvor angefertigten Röntgenbildern und CT-Aufnahmen des Patienten.

Vorteile beim Einsatz von 3D-Druck im Krankenhaus

Geplante Operationen lassen sich mit den 3D-Modellen im Vorfeld üben und optimaler vorbereiten. Zum Beispiel kann eine Titanplatte vor einer Kieferoperation am Modell entsprechend angepasst werden, was bis 30 Minuten Operationszeit spart. Der Patient profitiert von einer kürzeren Narkose, die Operation selbst verursacht geringere Kosten. Die Diagnose kann den Patienten mit den 3D-Modellen veranschaulicht werden, was vor allem bei Patienten mit geringen medizinischen Kenntnissen vorteilhaft ist. Das 3D-Drucklabor kann täglich drei bis vier Kunststoffmodelle fertigen, berichtet das „SRF“.

Originaltumor und 3D-Modell im Vergleich.

Die Anschaffungskosten für die 3D-Drucker beliefen sich auf 70.000 Schweizer Franken (etwa 64.000 Euro), was ein eher geringer Betrag im Vergleich zu anderen medizinischen Geräten ist. Nach den Worten des Leitenden Arztes in der Radiologie des Unispitals Basel, Privatdozent Dr. med. Tobias Heye, wird ein 3D-Modell in Zukunft so normal wie ein Röntgenbild sein.

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