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Medizin: Britischer Ingenieur repariert sein eigenes Herz mit einem 3D-Druck

Zur Behandlung des Marfa-Syndroms sollte Tal Golesworthy eine Endprothese am Herzen eingesetzt bekommen. Er entschied sich dagegen. Mit Hilfe eines 3D-Druckers fertigte der Ingenieur eine Art Ärmel, der über die Aorta gestülpt wird und die Hauptschlagader so verengt. Mit seiner Erfindung gründete er jetzt eine Firma.

Der britische Ingenieur Tal Golesworthy hat mit Unterstützung eines 3D-Druckers sein eigenes Herz repariert. Im Vorfeld war bei ihm die genetisch bedingte Bindegewebskrankheit Marfan-Syndrom festgestellt, welche die Hauptschlagsader (Aorta) verändern kann. Ihm wurde gesagt, ein chirurgischer Eingriff könne vermieden werden indem man ein Stück der Aorta entnimmt und mit einer Endprothese ersetzt. Er hätte nach der Operation aber bis zum Lebensende blutverdünnende Mittel einnehmen müssen, um die Entstehung von Blutgerinsel im künstlichen Bereich des Herzens zu vermeiden.

Einengen der Aorta

Diesen „Ärmel“ zum Einengen der Aorta fertigte Tal Golesworthy mit einem 3D-Drucker (Bild © Screenshot; YoutTube/Get your free video at p6.com).

Der Ingenieur verfolgte einen anderen Ansatz. Golesworthly fertigte mit einem 3D-Drucker einen einengenden Ärmel der über die Aorta gestülpt wird. Nach der Herstellung des Prototyps wurde das erforderliche Teil aus biokompatiblen Polymer gedruckt. Die Ärzte setzten es anschließend in sein Herz ein.

Seit dem sind 11 Jahre vergangen und basierend auf seiner Erfindung gründete Golesworthy das Unternehmen ExoVasc, dass aus Spenden finanziert wird. Die Spenden decken die laufenden Kosten und dienen dazu die Technologie weiterzuentwickeln.

Das chirurgische Verfahren wird in der Zwischenzeit schon oft eingesetzt und ist heute unter dem Namen „PEARS“ (Personalised External Aortic Root Support – personalisierte externe Wurzelunterstützung der Aorta) bekannt.

Videoreportage zum Beitrag (englisch)

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