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Forscher der TU Graz entwickeln mit MyCera ein pilzbasiertes 3D-Druckmaterial für die Bauindustrie

Logo Shape LABForscher des Shape Lab am Institut für Architektur und Medien an der Technischen Universität Graz haben ein neues, auf Pilzen basierendes 3D-Druckmaterial namens MyCera entwickelt. Es vereint Ton, Holzsägemehl und Myzel (den vegetativen Teil von Pilzen).

Das primäre Ziel dieses Projekts ist es, CO2-Emissionen zu reduzieren und weltweite Abfallmanagementprobleme zu bewältigen. Das Forschungsteam sagt dazu in ihrem Papier:

„Das übergeordnete Forschungsziel konzentriert sich darauf, eine langfristig tragfähige Lösung für das globale Problem des Abfallmanagements und der CO2-Emissionen zu finden, welches auch die Bauindustrie und das Bauabfallmanagement betrifft.“

Das schreibt das 3D-Druck-Unternehmen und Hersteller von Gebäude-3D-Druckern WASP auf seiner Website.

Struktur aus MyCera, dem innovativen pilzbasierten 3D-Druckmaterial.
Gedruckte Struktur aus MyCera: Das neue pilzbasierte 3D-Druckmaterial aus dem Shape Lab der Technischen Universität Graz. in Anwendung von dem 3D-Druck-Unternehmen WASP 3D (Bild © Youtube/3D WASP)

Vorteile von MyCera

MyCera zeigt im Vergleich zur gleichen Materialmischung ohne Myzel bemerkenswerte strukturelle Eigenschaften. Laut den Forschern bietet das Myzel-basierte Material nach dem 3D-Druck, aufgrund seines Wachstums, eine hohe Zugfestigkeit und strukturelle Leistungsfähigkeit. Sie fügten hinzu: „Diese Art der intelligenten Faserverteilung hätte mit einem nicht wachsenden Material nicht erreicht werden können.“

Praktische Anwendung im 3D-Druck

Für ihre Studien verwendeten die Forscher einen Delta WASP 40100 Clay 3D-Drucker des italienischen Herstellers WASP. Durch den Einsatz dieses Druckers konnte das Team nicht nur die strukturelle Leistungsfähigkeit des 3D-gedruckten Tons verbessern, sondern Myzel auch dazu verwenden, verschiedene Komponenten biologisch zu verschweißen. Die Forscher glauben, dass MyCera bedeutende Auswirkungen auf die Baubranche haben und traditionellen Beton durch das nachhaltigere, bio-basierte Material ersetzen könnte.

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