Das Dragon-Raumschiff von SpaceX, das im November mit Redwire’s BioFabrication Facility (BFF) ins All geschossen wurde, kehrte kürzlich zur Erde zurück. An Bord: Ein im Weltraum gedrucktes menschliches Meniskusgewebe. Das berichtet das International Space Station National Lab in einer Pressemitteilung.
Rückkehr von der Raumfahrtmission

Nach sechs Monaten Forschungsexpedition an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) landete das Dragon Endeavour Raumschiff von SpaceX erfolgreich vor der Küste Floridas. Während ihres Aufenthalts auf der ISS führten die Astronauten zahlreiche Forschungsprojekte durch, die vom ISS National Laboratory unterstützt wurden. Darunter war auch das Projekt von Redwire, bei dem ein lebender menschlicher Meniskus mit der BioFabrication Facility gedruckt wurde. Dieses Gewebeproben wird nun auf der Erde weiter analysiert.
Aktualisierung der BFF und erste Ergebnisse
Im letzten November wurde eine aktualisierte Version der BFF zur ISS geschickt, die im März erfolgreich installiert wurde. Mit dieser Technologie wurde der menschliche Meniskus gedruckt, der zwischen den Knochen im Knie liegt. Dies ist die erste Gewebeart, die mit diesem 3D-Drucker produziert wurde.
Potenziale der additiven Fertigung im All
Der Druck im Weltraum bietet besondere Vorteile. Ohne Erdanziehung benötigen gedruckte Strukturen kein Gerüst, um ihre Form zu behalten. Dadurch können Gewebe gedruckt werden, die eines Tages sogar in Patienten auf der Erde implantiert werden könnten. Das Geheimnis des Erfolgs liegt in der Kombination von BFF und dem Advanced Space Experiment Processor (ADSEP), der für die Kultivierung und Konditionierung der Zellen nach dem Druck verantwortlich ist.