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TRUMPF reduziert mit 3D-Druck Kosten und Zeit in der Fertigung in der Luft- und Raumfahrtindustrie

Mit Laser Metal Fusion (LMF) und Laser Metal Deposition (LMD) beherrscht TRUMPF die für die Luft– und Raumfahrt entscheidenden additiven Fertigungsverfahren. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin berichtet stellt TRUMPF auf der aktuell stattfindenden Paris Air Show in einigen Beispiele Wege und Möglichkeiten vor, die 3D-Druck effizient und effektiv einzusetzen, um die Fertigung in der Luft- und Raumfahrt zu optimieren.

Vorteil 1: Gewicht reduzieren

TRUMPF hat eigenen Angaben zufolge für das Raumfahrtunternehmen Tesat-Spacecom GmbH & Co.KG eine Halterung für den deutschen Kommunikationssatelliten Heinrich Hertz hergestellt. Dieser soll die Weltraumtauglichkeit neuer Kommunikationstechnologien testen. Auf der Halterung befestigte Antriebe können Mikrowellenfilter regulieren. Gemeinsam mit der Firma AMendate konnten die Topologie der Halterung optimiert und das Gewicht um 55 Prozent gesenkt werden, von 164 Gramm auf 75 Gramm. Gearbeitet wurde mit dem 3D-Drucker TruPrint 3000 von TRUMPF.

LMD Verfahren
Das LMD-Verfahren eignet sich für die Reparatur großer Objekte (Bild © TRUMPF / Claus Morgenstern).

Vorteil 2: Kosten senken

Zusammen mit dem spanischen Zulieferer Ramen konnte TRUMPF Kosten von Triebwerksteilen um drei Viertel senken. Ein Beispiel ist das sogenannte „Rake“, das mit 3D-Druck optimiert wurde. Das Bauteil wird in der Triebwerksentwicklung eingesetzt, wenn es darum geht, den Druck und die Temperatur des Antriebs zu ermitteln. Das Objekt, das extremen Temperaturen und Druck standhalten muss, hat TRUMPF mit dem 3D-Drucker TruPrint 1000 hergestellt. TRUMPF benötigte 80 Prozent weniger Material und hat 74 Prozent der Kosten gespart.

TRUMPF TruePrint 1000
TRUMPF stellte mit dem TruePrint 1000 ein Rake her (Bild © TRUMPF).

Vorteil 3: Einfacher Reparieren

Der 3D-Aeroblade ist eine Triebwerksschaufel, die bei Flugzeugen zum Einsatz kommt. Extreme Temperaturunterschiede sind auch hier ein Thema. Da sie schnell abgenutzt werden, müssen Luftfahrttechniker diese immer wieder reparieren. Die Blades haben eine Materialstärke von 0,2 Millimetern. Dank der LMD-Technologie kann man den Laser auf ein Hundertstel genau positionieren und die zugeführte Energie exakt einstellen. Die Reparatur gestaltet sich einfacher, die Kosten sinken.

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