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US Army setzt auf 3D-Druck für Fahrzeugkomponenten seiner HMMWV-Fahrzeuge

Humvee-Modell von 1987, für welches die US Army 3D-gedruckte Komponenten plant.

Humvee von 1987: Ein klassisches Beispiel für die HMMWV-Fahrzeuge, für die die US Army nun 3D-gedruckte Teile entwickelt (Symbolbild).

Grenzen erweitern durch den 3D-Druck: Die US Army, bekannt für ihre technologischen Fortschritte, hat die Vorteile des 3D-Drucks bereits in einer Vielzahl von Projekten erkannt und plant nun, dessen Anwendung für die HMMWV-Fahrzeuge zu intensivieren. Der M998 Batteriehalter, der bereits durch additive Fertigung entstand, stellt nur den Anfang dar. Weitere Komponenten könnten schon bald folgen, wie Eric Wetzel, Teamleiter für das Projekt beim US Army Research Lab, laut einem Artikel von „Breaking Defense“, betont.

Komplexe Technologie für robuste Komponenten

Die für den M998 Batteriehalter verwendete Technologie ist nicht trivial. Das Fused Filament Fabrication (FFF) Verfahren, das bei seiner Produktion zum Einsatz kam, wurde durch einen Post-Annealing Prozess ergänzt. Diese nachträgliche Wärmebehandlung dient dazu, das Material robuster zu machen. Zwei verschiedene Ansätze wurden verfolgt: Einerseits die Verwendung einer speziellen High-Temperature-Support-Hülle und andererseits die Herstellung von Komponenten aus einem Filament, das sowohl eine niedrigtemperierte, annealbare Phase als auch eine höher temperierte Phase beinhaltet, um die Form während des Annealing zu stabilisieren.

Blick in die Zukunft: 3D-Druck als Eckpfeiler

Die additive Fertigung steht nicht nur bei der US Army hoch im Kurs. Andere Einheiten, wie die Marine, haben bereits erhebliche Kosteneinsparungen durch den 3D-Druck erzielt. Im Fokus der US Army steht jedoch nicht nur die Kostenersparnis, sondern vor allem die technologische Weiterentwicklung und Anpassungsfähigkeit. Das vor drei Jahren gestartete Projekt zur Entwicklung der HMMWV-Komponenten zeigt die Komplexität und den Detailgrad der Forschung. Hierbei wurden drei Filamenttypen und drei verschiedene Drucker in acht Verarbeitungssituationen getestet. Das Endziel? Eine effiziente, widerstandsfähige und an die Bedürfnisse der Army angepasste Komponente.

Neue Wege für die US Army

Das AMCC in Sterling Heights, Michigan, verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Bestrebungen. Das Zentrum soll als Brücke zwischen Forschung und praktischer Umsetzung dienen und ermöglicht es Einheiten wie dem Tank-Automotive & Armaments Command (TACOM) und dem Ground Vehicle Systems Center (GVSC) die Entwicklungsgeschwindigkeit neuer Fertigungsmethoden zu beschleunigen.

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