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3D-gedrucktes Implantat stellt Oberkiefer einer Frau wieder her

3D-Druck hilft bei medizinischer Rehabilitation: In Lucknow hat ein Team von Ärzten aus dem Command Hospital der indischen Armee einer 37-jährigen Frau ihren fehlenden Oberkiefer mit Hilfe eines 3D-gedruckten Implantats wiederhergestellt. Die Frau hatte ihren Oberkiefer infolge einer lebensbedrohlichen Schwarzpilzinfektion (Mucormykose) verloren. Das berichtet „The Economic Times“.

Ein bedeutender chirurgischer Eingriff

Zahnarzt untersucht Schädelknochen und Röntgenaufnahme des Kiefers
Zahnarzt analysiert Kieferstruktur anhand eines Schädelmodells vor dem Hintergrund eines Kiefer-Röntgenbilds. (Symbolbild)

Die Patientin wurde im Juni 2021 vom Air Force Hospital in Gorakhpur überwiesen. Nachdem eine Schwarzpilzinfektion nach Covid festgestellt wurde, entfernte ein Team aus der HNO- und Kieferchirurgie die rechte Hälfte ihres Oberkiefers und leitete eine intensive Antipilztherapie ein. Als Folge dieses Eingriffs kam es zu einem Defekt, der die Nasen- und Mundhöhle verband und zum Verlust aller Zähne auf der rechten Seite ihres Oberkiefers führte. Ihr wurde eine konventionelle Acrylprothese angeboten, die jedoch als instabil befunden wurde.

Modernste 3D-Drucktechnologie im Einsatz

Brigadier Dr. Muktikanta Rath erklärte:

„Es wurde entschieden, eine endgültige Rehabilitation mit einem 3D-gedruckten Titanimplantat durchzuführen, das auf einem virtuellen 3D-Modell ihres Kiefers basiert, welches aus einem CT-Scan entnommen wurde. Die 3D-Implantate sind teuer und werden von einem Unternehmen in Pune hergestellt, daher mussten wir zunächst die finanzielle Genehmigung des Militärs einholen. Schließlich konnten wir am 9. August das Implantat einsetzen.“

Brigadier Dr. Rath fügte hinzu:

„Dies war die erste Operation dieser Art im Command Hospital, und sie war erfolgreich. Die Frau eines Veteranensoldaten führt nun ein gesundes Leben.“

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