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Am Technion – Israel Institute of Technology haben Studenten und Mitarbeiter den ersten Testflug des A3TB (Active Aeroelastic Aircraft Testbed) durchgeführt, berichtet das Institut auf seiner Website. Dabei handelt es sich um einen Versuchsaufbau zur Untersuchung der Flugzeugdynamik und der Tragflächenflexibilität. Der A3TB wurde vollständig mit einem 3D-Drucker hergestellt und gewann den Studentenprojektwettbewerb an der 60. Israelischen Jahreskonferenz für Luft- und Raumfahrtwissenschaften im März. Am 15. Mai fand der Testflug des unbemannten Flugzeugs statt.
Additive Fertigung gewinnt für Luftfahrt weiter an Bedeutung

Der 3D-Druck wird zunehmend in der Luftfahrt eingesetzt. Vor allem bei der Gewichtsreduktion ist diese Technologie eine große Hilfe. Je geringer das Gewicht ist, mit dem ein Flugzeug startet, desto besser. Airbus hat zum Beispiel Innenraum-Paneele mit dem 3D-Drucker angefertigt und so 15% Gewicht gespart. Leider lässt sich nicht bei allen Bauteilen eines Flugzeugs das Gewicht reduzieren. Der Schwerkraft lässt sich dafür mit einer großen Spannweite entgegenwirken. Die längeren Flügel wiederum können zu Biegungen und strukturellem Zittern führen. Tests und Simulationen sollen hier Abhilfe schaffen.
Details zum Testflug des A3TB
Der 10 kg schwere A3TB kann mit dem 3D-Drucker hergestellt werden und hat eine Flügelspannweite von 3 Metern. Das Forschungsteam misst seine Leistungen, um Kontroll- und Stabilitätsmechanismen anhand realer Flugdaten entwickeln zu können.
Prof. Daniella Raveh, eine Forscherin, die das Projekt leitete, erklärte, dass es mit dem A3TB möglich ist, die Vor- und Nachteile einer Flugzeugkonstruktion zu untersuchen und das Flugzeug je nachdem zu optimieren. Im Mai zeigte sich, dass der A3TB horizontal fliegen und auf Meereshöhe manövrieren kann.

Prof. Raveh fasst zusammen:
„Die Gruppe arbeitet derzeit an einem automatischen Steuerungsmechanismus, der in den nächsten Monaten in der zweiten Generation des Flugzeugs A3TB-G2 installiert wird, und wir hoffen, in naher Zukunft über weitere interessante Ergebnisse berichten zu können.“
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