Architekturstudierende der Woodbury University haben in Los Angeles das erste vollständig genehmigte Netto-Nullenergiehaus erstellt, das mit 3D-Drucktechnologie gebaut wurde. Das berichtet COBOD. Das Projekt ist Teil eines landesweiten Wettbewerbs des US-Energieministeriums
Solar Futures House
Das Solar Futures House, benannt nach dem Projekt, umfasst eine Fläche von rund 40 Quadratmetern und wurde in nur 15 Stunden mit einem BOD2 3D-Drucker von COBOD International errichtet. Diese Effizienz im Bauverfahren hebt sich deutlich von traditionellen Methoden ab und zeigt das Potenzial des 3D-Drucks zur Adressierung der Wohnungsnot in Los Angeles. Die Baukosten des Hauses wurden auf etwa 227.000 Euro geschätzt, was im Vergleich zu den durchschnittlichen Hauspreisen in Burbank von über 1,09 Millionen Euro erheblich günstiger ist.
Donald Ajamian, CEO von Emergent, betonte die Bedeutung dieses Projekts:
„Das Solar Futures House demonstriert das Potenzial des 3D-Bau-Drucks und seine Vorteile für die Industrie. Durch die Partnerschaft mit COBOD International und die Nutzung ihrer Automatisierungstechnologie bauen wir nicht nur Häuser, sondern weisen auch den Weg in eine nachhaltigere Zukunft.“


Nachhaltigkeit im Fokus
Neben der innovativen Bauweise zeichnet sich das Solar Futures House durch nachhaltige Elemente aus. Die Einbindung von Solarenergieerzeugung und Wasseraufbereitung unterstreicht das Ziel des Netto-Nullenergiehauses. Die organisch gestalteten 3D-gedruckten Betonwände bieten nicht nur eine ästhetische Komponente, sondern tragen auch zur Energieeffizienz bei.
In den USA steht die Bauindustrie vor einer erheblichen Herausforderung: einem Mangel an Fachkräften, der laut Associated Builders & Contractors über 500.000 Arbeitskräfte umfasst. Die Integration von Automatisierungstechnologien wie dem 3D-Druck könnte einen wesentlichen Beitrag zur Schließung dieser Lücke leisten.
Philip Lund-Nielsen, Mitbegründer und Leiter der Amerika-Abteilung von COBOD International, kommentierte:
„Die Bauindustrie kämpft mit einem erheblichen Mangel an Fachkräften. Wir glauben, dass die Ausbildung der zukünftigen Arbeitskräfte mit Automatisierungstechnologien, wie 3D-Druckern, dieses Problem effektiv angehen kann. Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere 3D-Drucker von einer weiteren akademischen Institution in Zusammenarbeit mit Emergent eingesetzt werden.“